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Omikron-Welle

Gecko plant Drittstich-Kampagne bis Ende Jänner

Verstärkter Einsatz von Antigen-Schnelltests gefordert

symb_impfung PIXABAY
Bis Ende Jänner soll der Drittstich verstärkt beworben werden. (SYMBOLBILD)

Die Experten der "gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination" (Gecko) wollen die dritte Corona-Schutzimpfung großflächig bewerben. Bis Ende Jänner soll eine entsprechende Kampagne, mit der auch jüngere Menschen angesprochen werden sollen, fertig sein, berichtete das "Ö1"-Mittagsjournal am Donnerstag.

Wer geboostert ist, ist besser gegen die infektiösere Omikron-Variante geschützt. Bisher haben sich erst 44,4 Prozent der heimischen Bevölkerung den Drittstich geholt.

Ruf nach Änderung der Teststrategie

Am Mittwoch hatte sich Elisabeth Puchhammer-Stöckl, Leiterin des Zentrums für Virologie der MedUni Wien, in einem Puls24-Interview für ein Umdenken bei der Teststrategie ausgesprochen. Aus ihrer Sicht sollte die Strategie "eher auf vulnerable Gruppen" fokussieren, "aber nicht jeden kreuz und quer testen, der sich dann sicher fühlt, aber dann möglicherweise hochinfektiös ist". Einer Änderung der Teststrategie hatte Wiens Stadtrat Peter Hacker (SPÖ) sofort eine Absage erteilt.

FFP2-Masken wichtiger denn je

Gerade bei Omikron ist testen weiterhin sehr wichtig, bekräftigte auch die Virologin Dorothee von Laer im "Ö1"-Interview. Eine absolute Sicherheit gibt es auch bei den aussagekräftigeren PCR-Tests nicht, "den Anschein sollte man nicht erwecken", warnte sie und betonte die Relevanz der FFP2-Maske und Abstandsmaßnahmen. Die Sicherheit nehme "von Stunde zu Stunde ab", insbesondere Omikron hat eine kürzere Inkubationszeit. Bei einer Gültigkeit von 48 Stunden (PCR-Tests) kann man in diesem Zeitraum viruspositiv werden, betonte die Wissenschafterin.

Mehr Antigen-Schnelltests gefordert

Von Laer sprach sich für den verstärkten Einsatz von Antigen-Schnelltests aus. Denn diese liefern ein rasches Ergebnis, zumindest hochansteckende Personen können damit rausgefischt werden, betonte die Expertin der MedUni Innsbruck. Einen Strategiewechsel weg von Testungen hält Von Laer "nicht für angebracht". Auch wenn es immer wieder Engpässe gebe, könne hierzulande noch "mit einer Verdoppelung der Zahlen auch beim Testen" umgegangen werden. Allerdings sollte man eben parallel dazu anfangen, verstärkt Antigentests anzubieten.

Laut der Virologin ist Omikron schon für rund 90 Prozent der Neuinfektionen verantwortlich ist. "Ob Delta ganz verschwindet oder nicht, ist eine interessante Frage", konstatierte Von Laer. Laut ihr würde es für die Überwachung der Coronavirus-Varianten nunmehr reichen, wenn zehn Prozent der positiven Tests typisiert und ein kleiner Teil davon sequenziert werden. "Die Phase, wo wir alles typisiert haben, ist vorbei", sagte die Virologin. Doch sie "kommt vielleicht wieder bei der nächsten Variante", erläuterte Von Laer.

(Quelle: APA)

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