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Zertifikat soll bald kommen

EU-Staaten erstellen Kriterien für "Grünen Pass"

Für Tourismus "Überlebensfrage"

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Der "Grüne Pass" soll bald kommen. (SYMBOLBILD)

Österreich und zwölf weitere EU-Staaten haben sich auf sieben Kriterien bei der Erstellung eines "Grünen Passes" für den Tourismus geeinigt. Das Ziel sei es, den "Grünen Pass" rasch und möglichst einheitlich auf europäischer Ebene umzusetzen, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) der APA. "Für den europäischen Tourismus ist das eine Überlebensfrage", so Köstinger.

Diese sieben Prioritäten aus Sicht des Tourismus würden nun der EU-Kommission übermittelt.

 

Reisefreiheit soll erleichtert werden

Erstmals hatten Bulgarien, Kroatien, Zypern, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien und Österreich am 29. März auf Einladung Köstingers über die Prioritäten bei der Umsetzung des "Grünen Passes" beraten. Zwei Wochen später einigten sich die 13 EU-Staaten darauf, dass der "Grüne Pass" bis spätestens Juni 2021 umgesetzt und dadurch noch während der anhaltenden Pandemie die Reisefreiheit erleichtert werden solle.

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Der "Grüne Pass" soll bald kommen. (SYMBOLBILD)

Österreich prescht mit "Grünem Pass" vor

Noch bevor es eine rechtliche Grundlage auf EU-Ebene gibt, prescht Österreich beim "grünen Pass" für Corona-Geimpfte, Getestete oder Genesene vor. Man werde in den nächsten Tagen die rechtlichen …

Dabei müsse sichergestellt werden, dass die Zertifikate gleich behandelt würden und es zu keiner Diskriminierung komme. Zu einer Einführung einer Impfpflicht durch die Hintertür soll es dabei nicht kommen. Gelingen soll dies mittels einer sicheren und nutzerfreundlichen technischen Lösung, heißt es in der der APA übermittelten Prioritätenliste.

Der "Grüne Pass" und die Daten-Frage

Die nationale Entscheidungsfreiheit über zusätzliche Freiheiten durch den "Grünen Pass", die auf einer gemeinsamen Plattform ersichtlich sein sollen, müsse dabei erhalten werden, heißt es weiter. So sollen die Gesundheitsdaten der einzelnen Bürger nicht in einer zentralisierten Datenbank auf EU-Ebene gespeichert, sondern ausschließlich im Mitgliedsstaat und nirgends sonst gespeichert werden. Das Ziel sei es außerdem, eine grenzübergreifende Lösung auch mit Drittstaaten zu erarbeiten sowie eng mit der Reise- und Tourismusbranche bei der Einführung des "Grünen Passes" zusammenzuarbeiten.

"Der Grüne Pass macht auf einen Blick erkennbar, ob jemand geimpft, genesen oder getestet ist. Mit einem einheitlichen QR-Code soll dies auf europäischer Ebene einfach und benutzerfreundlich umgesetzt werden", erklärte Köstinger. "Vom Check-in beim Flughafen oder im Hotel, vom Besuch im Dorfwirtshaus oder der Sportveranstaltung, der Grüne Pass kann viele Erleichterungen ermöglichen", so die Tourismusministerin. Die Entscheidung darüber, welche Erleichterungen das im Detail seien, treffe natürlich jeder Mitgliedsstaat selbst, so Köstinger.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 17.05.2021 um 01:07 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/gruener-pass-eu-staaten-erstellen-prioritaetenliste-102326944

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