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Verfassungsschutz ermittelt

Hackerangriff auf Land Kärnten: Täter fordern 5 Mio Dollar

Cyber-Kriminelle legen Mailverkehr lahm

Nach einem Hackerangriff auf das Amt der Kärntner Landesregierung gestern, Dienstag, gibt es weiterhin massive IT-Probleme in der Landesverwaltung. Wie der Leiter des Landespressedienstes, Gerd Kurath, am Mittwoch vor Journalisten erklärte, habe die internationale Hackergruppe "Black Cat" eine Lösegeldforderung über fünf Mio. Dollar in Bitcoins deponiert.

Sie behauptet, Daten abgesaugt bzw. verschlüsselt zu haben. Man habe diesbezüglich aber keine Hinweise gefunden.

Land Kärnten zahlt kein Lösegeld

"Man hat uns eine Entschlüsselungssoftware angeboten, natürlich gegen Bezahlung", sagte Kurath. Zahlen werde das Land aber nicht. Einerseits gebe es keine Beweise dafür, dass tatsächlich Daten abgesaugt worden seien, zum anderen seien sämtliche Daten auf Backup-Systemen gesichert und daher weiterhin vorhanden.

Hacker haben Dienstagfrüh einen Angriff Kärntens Landes-IT gestartet
THEMENBILD - Illustration zum Thema Kriminalität im Internet , aufgenommen am Dienstag, 21. März 2017 in Wien. Ein Mann am Laptop versucht auf illegale Weise Passwörter und Seiten im Internet zu hacken. (Gestellte Szene).

Hacker-Angriff auf Kärntner Landesverwaltung

Die Kärntner Landesverwaltung ist am Dienstag Opfer eines Hackerangriffs geworden. Um 5.45 Uhr war der Angriff bemerkt worden. Um Daten zu schützen und weitere Probleme zu vermeiden, sei das …

Hacker greifen Land Kärnten an

Laut einer ersten Analyse – so das Land Kärnten – sei bereits am 14. Mai ein Computer gehackt und so die Schadsoftware in das IT-System eingebracht worden. Aktuell sind rund 100 der 3.700 IT-Arbeitsplätze des Landes infiziert. Über Nacht wurden die Server mittels Spezialsoftware untersucht, einzelne Systeme wurden bereits in einem abgesicherten Bereich in Betrieb genommen – IT-Systeme würden aber erst freigeschaltet, wenn man absolut sicher ist, dass die Schadsoftware eliminiert wurde.

Mailprogramm der Landesverwaltung betroffen

Massiv betroffen ist das Mailprogramm der Landesverwaltung, das derzeit überhaupt nicht funktioniert. Auch die Website des Landes ist offline, wie lange dieser Zustand andauern wird, sei derzeit noch offen, es werde aber jedenfalls noch einige Tage dauern, bis das System wieder funktioniere, sagte Kurath.

Bei der Datenübermittlung zur Corona-Bundesländermeldung gab es am Mittwoch eine Leermeldung aus Kärnten: "Aufgrund technischer Probleme können heute für Kärnten keine aktuellen Zahlen für die Bundesländermeldung geliefert werden", hieß es in der Meldung. Details zum Angriff konnte auch Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) nach dem Ministerrat nicht preisgeben. Die Ermittlungen unter anderem des Verfassungsschutzes seien voll im Gange, sagte er.

(Quelle: APA)

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