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Hohe Nachfrage reißt nicht ab

Eine halbe Million Euro für ein Haus in Salzburg

Zahl der verkauften Einfamilienhäuser geht zurück

symb_wohnen, symb_Hausbau, pixabay
Deutlich über dem Österreich-Schnitt liegen die Preise auch in Tirol, Vorarlberg und Salzburg. (SYMBOLBILD)

Die Pandemie hat bei vielen Menschen den Wunsch nach mehr privatem Wohnraum und mehr Grün geweckt. Einfamilienhäuser mit Garten waren 2020 dementsprechend sehr gefragt, gleichzeitig ging das Angebot zurück. Das trieb die Preise deutlich nach oben, von 2019 auf 2020 stiegen diese im Schnitt um 10,1 Prozent und damit doppelt so stark wie im Zehnjahresschnitt (plus 5,3 Prozent).

Die Zahl der verkauften Häuser ging dagegen spürbar zurück und fiel auf das Niveau von 2014. Das geht aus am Mittwoch veröffentlichten Daten des Immobilienmarktexperten Remax hervor. Diese basieren auf tatsächlich verkauften und verbücherten Häusern in Österreich.

Großer Wunsch nach Eigenheim

Obwohl das Angebot zurückging, war die Nachfrage nach Einfamilienhäusern ungebrochen. "Der vermehrte - sicherlich auch pandemiegetriebene - Wunsch nach einem Haus mit eigenem Grün, war besonders stark ausgeprägt", sagte der Geschäftsführer von Remax Austria, Bernhard Reikersdorfer, laut Aussendung. "Die tendenziell bessere Qualität der auf den Markt kommenden Einfamilienhäuser und die steigenden Grundstückspreise sind sicherlich auch mitverantwortlich für die spürbaren Preissteigerungen der letzten Jahre."

Teuerste Häuser in Salzburg

Im Österreich-Schnitt musste man für ein Einfamilienhaus im vergangenen Jahr 277.271 Euro berappen, das waren 25.400 Euro (10,1 Prozent) mehr als 2019 und um 75.050 Euro (plus 37,1 Prozent) mehr als vor fünf Jahren. Im Zehnjahreszeitraum betrug die Steigerung sogar 67,8 Prozent. Bereits in vier Bundesländern - Wien, Tirol, Vorarlberg, Salzburg - kostet ein Haus mittlerweile mehr als eine halbe Million.

Die Zahl der verkauften Häuser ging dagegen von 11.923 im Jahr 2019 auf 10.723 zurück, das entspricht einem Rückgang von rund 10 Prozent. Man müsse bis "2014 zurückblicken, um ein Jahr mit weniger Einfamilienhaustransaktionen zu finden", heißt es in der Aussendung.

Preissteigerungen in allen Ländern

Der Mengenrückgang sowie auch die Preissteigerungen betrafen alle Bundesländer. Am steilsten gingen die Preise in Wien bergauf. Im Schnitt wechselt ein Haus in der Bundeshauptstadt mittlerweile für 678.908 Euro den Besitzer, das waren 103.858 Euro oder 18,1 Prozent mehr als im Jahr 2019. Wien ist damit nicht nur das teuerste Bundesland für den Hauskauf, sondern liegt auch auf Bezirksebene nur hinter Kitzbühel, Innsbruck und Salzburg auf Rang vier. Mengenmäßig gingen die Verkäufe um 16 Prozent auf 351 zurück.

"Günstige" Häuser unter Landesschnitt

Deutlich über dem Österreich-Schnitt lagen die Preise auch in Tirol, Vorarlberg und Salzburg. In Tirol gingen die Preise um 16,7 Prozent nach oben, im Durchschnitt waren schon 587.148 Euro pro Einfamilienhaus zu zahlen. Es wurden 615 und damit um 3,5 Prozent weniger Häuser verkauft. In Salzburg und Vorarlberg kostete ein Haus 2020 erstmals mehr als 500.000 Euro. In Vorarlberg waren es im Durchschnitt 526.342 Euro (plus 12,6 Prozent zum Vorjahr), in Salzburg 514.093 Euro (plus 7,5 Prozent).

In Oberösterreich lagen die Preise mit im Durchschnitt 281.953 Euro bereits deutlich niedriger, jedoch ebenfalls noch knapp über dem Österreich-Schnitt. Es wurden um 10,9 Prozent weniger Häuser verkauft. Auch in Kärnten (224.880 Euro) und der Steiermark (221.482 Euro) bekam man noch ein Einfamilienhaus um weniger als im Landesschnitt, die Verkaufszahlen gingen um 6,4 bzw. 5,1 Prozent zurück. Am billigsten war der Hauskauf nach wie vor im Burgenland mit einem Durchschnittspreis von 159.294 Euro, der Mengenrückgang betrug 10 Prozent.

In Niederösterreich fiel der Rückgang bei den Verkaufszahlen besonders stark aus, mit minus 591 verkauften Häusern entfiel rund die Hälfte des Mengenrückgangs auf das Bundesland. Die Preise stiegen indessen eher moderat von durchschnittlich 213.762 auf 228.341 Euro an. Eigentümer wären wegen der Coronakrise zurückhaltender mit Verkäufen. "Selbst bei Objekten, die bisher rasch in den Markt geflossen sind, nämlich Verlassenschaften, gibt es Verzögerungen aufgrund von Lockdown und Quarantäne", so Bernhard Rettig von Remax Eco in Gänserndorf.

(Quelle: APA)

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