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Innovation aus Österreich

Handy-App hilft bei Hautkrebs-Früherkennung

Programm scannt verdächtige Stellen

Weißer Hautkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung, schwarzer Hautkrebs eine der tödlichsten, berichtete Hautarzt Christian Posch am Dienstag in einer Pressekonferenz in Wien. Damit beide Krebsarten früh erkannt werden, entwickelten österreichische Mediziner eine Handy-App, die verdächtige Hautstellen scannt und das Risiko in den Ampelfarben grün, gelb, rot darstellt.

Für gefährdete Personen gibt es auch eine Sonnencreme, die Erbgutschäden in den Hautzellen reparieren hilft. Mit dem Mobiltelefon-Anwendungsprogramm habe man im Jahr 2021 bereits 5.000 Hautkrebsfälle in Österreich frühzeitig erkannt und damit möglicherweise Menschenleben gerettet, berichtete Michael Tripolt von der Grazer Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie.

 

Früherkennung steigert Heilungschancen

Wenn ein Melanom (schwarzer Hautkrebs) entdeckt und behandelt wird, bevor es mehr als einen Millimeter tief in die Haut eingewachsen ist, wären die Heilungschancen bei über 95 Prozent. In fortgeschrittenen Stadien würden hingegen die Überlebenschancen der Patienten drastisch sinken.

App scannt krebsverdächtige Muttermale

Die von Tripolt und Kollegen in der steirischen Startup Firma "medaia" entwickelte App "SkinScreener" erkenne laut einer klinischen Studie an der Meduni Graz mit einer Sicherheit von 98 Prozent "klinisch relevante Hauttumore", also weißen und schwarzen Hautkrebs, so der Mediziner. Man müsste dafür aus rund 15 Zentimetern Abstand ein Bild mit der Handykamera machen, die künstliche Intelligenz (KI) der Handy-App wertet die Bilder dann aus und gibt das Risiko für eine bösartige Hautveränderung in den Ampelfarben wieder. Je nach dem Ergebnis sollte man sich dann umgehend zum Dermatologen begeben, oder könnte beruhigt sein, hieß es. Die App ist zum Testen gratis, die regelmäßige Anwendung kostet.

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Spezielle Sonnencreme schützt Risikopatienten

Für Risikopersonen gibt es außerdem eine spezielle Sonnencreme "Heliocare 360° AK Fluid", die mögliche Erbgutschäden in Hautzellen auszubessern hilft und zudem einen extrem hohen UV-Schutz bietet, berichtete Werner Peljak, von der niederösterreichischen Arzneimittelfirma von Pelpharma. Nebst einem Lichtschutzfaktor von 50 gegen UV-A und 130 gegen UV-B Strahlung wären in ihr drei Reparaturenzyme für DNA-Schäden enthalten, die durch UV-Licht auftreten. Eines davon ersetzt einzelne geschädigte "Buchstaben" (Basen) im Erbgut, das Zweite ganze Erbgutstücke, wenn mehrere Basen betroffen sind. Ein drittes Enzym trennt falsch verbundene Basen (Thymin-Dimere). Zusätzlich würde ein Stoff (Sulforaphan) aus Brokkoli-Extrakt die Tumorabwehr stärken, indem es die Herstellung des "Tumor-Unterdrückers p53" in den Zellen stimuliert.

symb_ozon, symb_sonnenschutz, sonnencreme, dpa/Caroline Seidel
(SYMBOLBILD)

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Dieses Produkt wäre speziell für Patienten gedacht, bei denen schon veränderte Hautstellen entfernt wurden, oder für Menschen, die sich berufsmäßig sehr viel in der Sonne aufhalten und deshalb ein sehr hohes Risiko tragen, wie Dachdecker, Skilehrer und Bergführer, so Peljak.

(Quelle: APA)

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