Jetzt Live
Startseite Österreich
Bewusstlos gefunden

Jenewein nach Suizidversuch im Spital

Belakowitsch dementiert Koma-Berichte

Meldungsliste(13)_10.jpg APA/HANS PUNZ
Hans-Jörg Jenewein (ehemals FPÖ), Kai Jan Krainer (SPÖ) vor dem Nationalen Sicherheitsrat.

Der erst vorige Woche aus der FPÖ ausgetretene frühere Abgeordnete Hans-Jörg Jenewein hat offenbar einen Suizidversuch unternommen. Das berichteten "Krone" und "Kurier" am Sonntagnachmittag.

Hans-Jörg Jenewein hat offenbar einen Suizidversuch unternommen. Der APA wurde bestätigt, dass er in den frühen Morgenstunden in seinem Haus in Niederösterreich (Bezirk St. Pölten Land) regungslos aufgefunden wurde.

Berichte über Suizidversuch

Nach Angaben des "Kurier" hat seine Frau die Rettungskräfte in der vergangnen Nacht alarmiert, nachdem sie Jenewein bewusstlos auf der Couch in seinem Haus in Niederösterreich gefunden hatte. Er soll nun in einem Spital behandelt werden. Meldungen, wonach er im Koma liege, wurden von seiner Schwester, der FPÖ-Abgordneten Dagmar Belakowitsch, dementiert: "Er liegt auch Gott sei Dank nicht im Koma", stellte sie in einer Aussendung fest. Der Wiener Gesundheitsverbund dementierte indes, dass sich Jenewein in einem seiner Krankenhäuser befinde.

Auch Meldungen über einen angeblichen Abschiedsbrief Jeneweins dementierte seine Schwester: "Laut eigener Auskunft meines Bruders gibt es keinen Abschiedsbrief, in dem er seine Verzweiflungstat angekündigt oder erklärt hat", stellte Belakowitsch klar. Die "Krone" hatte zuvor berichtet, Jenewein habe in einem Abschiedsbrief geschrieben, dass er von seinem Parteichef Herbert Kickl, der ihn fallen gelassen habe, "tief enttäuscht" sei.

Belakowitsch äußert sich zu Berichten

Belakowitsch forderte in der Aussendung auch die Medien auf, jetzt ein Mindestmaß an Anstand und Zurückhaltung im Sinne der gesamten Familie zu zeigen. Sie kritisierte, dass nicht nur Persönlichkeitsrechte außer Kraft gesetzt, sondern darüber hinaus ungeheuerliche Falschnachrichten verbreitet würden. Belakowitsch sprach von einer "medialen Hetze", die "widerlich und rücksichtslos gegenüber der gesamten Familie, ganz besonders gegenüber der Ehefrau und den minderjährigen Kindern" sei. Nur um der FPÖ und Parteiobmann Herbert Kickl zu schaden, würden auf dem Rücken der Familie "Persönlichkeitsrechte massiv verletzt", kritisierte Belakowitsch.

Jenewein aus FPÖ ausgetreten

Auf Jeneweins Handy war ein Anzeigenentwurf wegen Missbrauchs von Fördermitteln gegen die frühere und jetzige Führung der Wiener FPÖ-Landespartei gefunden worden. Beamte des Bundeskriminalamtes stellten fest, "dass es lebensfremd ist, dass Jenewein die Anzeige nicht selbst verfasst hat". In der vergangen Woche trat Jenewein aus der Partei aus. Die Partei hat auch dienstrechtliche Konsequenzen gezogen.

Aus der FPÖ gab es am Sonntagnachmittag keine Stellungnahme, man bat aber im Sinne der Familie Jeneweins um mediale Zurückhaltung.

Hilfe bei psychischen Problemen

Bist du in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchst Hilfe? Sprich mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums.

Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich. Infos für Jugendliche gibt es unter www.bittelebe.at.

Psychosozialer Dienst

  • Stadt Salzburg, Flachgau und Tennengau: 0662 8042-3596
  • Pongau und Lungau: 0662 8042-3144
  • Pinzgau: 0662 8042-3023

Weitere Angebote im Land Salzburg

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 06.10.2022 um 06:47 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/hans-joerg-jenewein-nach-suizidversuch-im-spital-125333017

Mehr zum Thema