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Traditionelle Mai-Feste fallen Corona zum Opfer

Streams statt Demos am Staatsfeiertag

Zum zweiten Mal ist der Staatsfeiertag am 1. Mai wegen der Corona-Krise ohne Aufmärsche und Feiern abgehalten worden. Die Parteien, allen voran die SPÖ, wichen mit ihren Botschaften wieder in den virtuellen Raum aus.

Der traditionelle Sternmarsch zum Rathausplatz mit anschließender Abschlusskundgebung entfiel. Physisch präsent zeigten sich Regierungsmitgliedern bei Betriebsbesuchen.

1. Mai ohne große Kundgebung

Die Wiener SPÖ beging den 1. Mai mit einem online präsentierten Film mit dem Titel "Zusammenhalt macht stark!". Parteichefin Pamela Rendi-Wagner wandte sich dabei entschieden gegen Massensteuern, um die Kosten von Corona- und Klimakrise auszugleichen. Vielmehr müssten die Steuern für die Beschäftigten gesenkt werden, forderte sie.

Kurz war der an sich verwaiste Rathausplatz doch Schauplatz des Geschehens: Ein Mini-Fahnenkorso mit Parteivertretern aus den Bezirken wurde dort samt Musik absolviert. Physische Präsenz zeigte die SPÖ am 1. Mai auch - bei einer Kundgebung in Oberösterreich vor dem MAN-Werk, wo vor allem "Superreiche" und die ÖVP ins Visier genommen wurden.

Dank an das Pflegepersonal

In Wien wiederum statteten die Grünen Regierungsmitglieder Vizekanzler Werner Kogler und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler den Verschubarbeitern der ÖBB am Matzleinsdorferplatz einen Besuch ab und hoben die Bedeutung der Bahn für Klimaschutz und die Schaffung von "Green Jobs" hervor.

 

Gemeinsam mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) besuchte Kogler auch das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern und das angeschlossene Pflegehaus in Wien-Mariahilf, wo beide den Mitarbeitern im Pflege-, Gesundheits-und Sozialbereich ihren Dank für ihre Arbeit während der Corona-Pandemie aussprachen.

Diese Zeit habe dem Personal "mehr abverlangt als sonst", die Regierung danke daher allen, "die so stark über sich hinausgewachsen sind", sagte Kurz.

Hofer und Kickl via Facebook-Video

Die Freiheitlichen zelebrierten am 1. Mai auch die Trennung zwischen Partei- und Klubspitze. FPÖ-Obmann Norbert Hofer wandte sich in einem Facebook-Video an seine Anhänger, in dem er den Wert "harter Arbeit" betonte und die beruflichen Werdegänge in seiner Familie skizzierte. Ganz anders tönte die Botschaft von Klubchef Herbert Kickl. Er setzte seinen Kampf gegen die Corona-Beschränkungen fort und forderte die Wähler auf, den regierenden Politikern die Jobs wegzunehmen.

Als "Tag der Bildung" feierten die NEOS ein weiteres Mal den 1. Mai und traten dabei für einen "digitalen Fitnessplan" für die Schulen ein. Unterstützt vom Bildungswissenschafter Christopher Hanzl von der FH Campus Wien forderte NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre didaktische Weiterbildung für Lehrerinnen und Lehrer und den Umbau der Schulen: "Es nützt nichts, nur die Endgeräte auszuteilen und zusagen: mach was damit."

Nicht nur die Gewerkschaften meldeten sich am "Tag der Arbeit" traditionellerweise zu Wort, auch die Arbeitgebervertreter. So betonte die Industriellenvereinigung, dass nachhaltiges, investitionsgetriebenes Wachstum sichere Arbeitsplätze schaffe. Auch der ÖVP-Wirtschaftsbund propagierte in einer Aussendung: "Nur gesunde Unternehmen sichern Arbeitsplätze."

(Quelle: APA)

Das sind Salzburgs schönste Maibäume

Maibaumaufstellen 2021: Grödig Landjugend Grödig
Die Grödiger Landjugend hat einen etwa 30 Meter großen Baum auf der Marktwiese aufgestellt.

Einige Salzburger Gemeinden haben es sich trotz Corona-Pandemie nicht nehmen lassen, einen Maibaum aufzustellen. Schwarzach (Pongau), Rauris und Kaprun (beides Pinzgau) oder etwa auch Grödig (Flachgau) zeigen, dass gelebtes Brauchtum auch mit Abstandsregeln und Co möglich ist. Wir haben eure besten Bilder gesammelt.

Wie bereits berichtet, ist das traditionelle Maibaumaufstellen aus bekannten Gründen heuer vielerorts ausgefallen. In einigen Gemeinden wurden dennoch Bäume aufgestellt, auch wenn Veranstaltungen derzeit verboten sind. Darum gab es auch keine Feste um den neu aufgestellten Baum. 

Bereits im Vorfeld hat die Salzburger Polizei verstärkte Kontrollen angekündigt.

SB, 1. Mai, Maibaum, Brauchtum APA/JAKOB GRUBER/Archiv
Maibaumaufstellen, wie man es in Salzburg kennt, wird es auch dieses Jahr nicht geben. (SYMBOLBILD)

So steht es ums Maibaumaufstellen

Maibaumaufstellen, wie man es in Salzburg kennt, wird es auch dieses Jahr nicht geben. In einigen Gemeinden sollen dennoch Bäume aufgestellt werden. Da maximal vier Personen aus zwei Haushalten …

"Wo sich Vereine oder Firmen zum Maibaumaufstellen treffen, werden wir verstärkt Nachschau halten“, sagte ein Polizeisprecher zu SALZBURG24. So lange jedoch Abstandsregeln eingehalten werden und es zu keinen größeren Versammlungen kommt, werde es seitens der Exekutive aber keine Einwände geben.

Maibäume in Salzburger Gemeinden

Also haben einige wenige Gemeinden einen Maibaum aufgestellt – unter Einhaltung der geltenden Corona-Bestimmungen. Andere Gemeinden haben kurzfristig vom Maibaumaufstellen abgesehen.

 

In Schwarzach schmückt etwa ein 37 Meter hoher Baum die Marktgemeinde, der von den Mitgliedern der Historischen Salzlecker Schützen und der Freiwilligen Feuerwehr aufgestellt wurde.

Mit einem Kran und nur wenigen Helfern haben die Landjugend und der Kameradschaftsbund schon am Freitag einen Maibaum in Rauris aufgestellt.

In Kaprun ziert auch heuer wieder ein Maibaum die Gemeinde.

Und auch die Landjugend Eugendorf stellt am Staatsfeiertag einen Maibaum auf. "Um das Brauchtum in dieser außergewöhnlichen Zeit weiterhin zu pflegen, haben wir uns dazu entschlossen auch dieses Jahr wieder einen Maibaum aufzustellen", heißt es in einem Statement auf Facebook.

Hat eure Gemeinde auch einen Maibaum aufgestellt? Dann schickt uns ein E-Mail an redaktion@salzburg24.at mit Bild und wir nehmen es in unsere Sammlung auf.

SALZBURG24 wünscht euch allen einen schönen Staatsfeiertag!

Aufgerufen am 12.05.2021 um 10:50 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/heuer-wieder-keine-mai-feierlichkeiten-in-oesterreich-103186066

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