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Hoch "Jürgen"

Waldbrandgefahr steigt auch in Österreich

Hitzewelle plagt Italien, Spanien und Griechenland

Was im Süden Europas bereits seit Tagen Thema ist, wird nun auch in Österreich relevant: Die aktuelle Hitzewelle mit bis zu 37 Grad lässt hierzulande die Waldbrandgefahr steigen.

Mit dem Hoch „Jürgen“ kommt die Hitzewelle, die in Südeuropa seit Tagen für Rekordwerte und Brände sorgt, auch nach Österreich zurück. Mit bis zu 37 Grad, die bis Mitte der Woche angesagt werden, wird sich die Trockenheit in einigen Regionen des Landes verschärfen. Noch sei die Lage dank des feuchten Juni nicht dramatisch, aber die Waldbrandgefahr werde in den kommenden Tagen ansteigen, sagte Mortimer Müller vom Institut für Waldbau der Universität für Bodenkultur am Montag.

Waldbrandgefahr in Österreich steigt

Relativ gesehen sei die Brandgefahr im Flachland Ostösterreichs am höchsten, da dort aber nur wenig Waldflächen zu finden sind, bedeute das eher eine hohe Flurbrandgefahr. „Der Alpenostrand in Niederösterreich mit seinen Schwarzkiefernbeständen ist derzeit am meisten durch Waldbrände gefährdet“, sagte der BOKU-Experte gegenüber der APA. Der Neusiedler See hat bereits Montag den tiefsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen 1965 erreicht.

Hitzewelle plagt Südeuropa

Inmitten der extremen Hitzewelle mit zahlreichen Waldbränden in Südeuropa ist ein spanischer Feuerwehrmann bei einem Einsatz gestorben. Er habe einen Waldbrand bei Losacio im Nordwesten des Landes bekämpft, teilten die Behörden in der Nacht auf Montag mit. Spanien leidet seit einer Woche unter einer massiven Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 44 Grad. Auch in Frankreich und Großbritannien sind für Montag Rekordtemperaturen vorausgesagt.

In Frankreich gilt am Montag für 15 von 101 Départements die rote Warnstufe für Hitzewelle. Betroffen ist vor allem die Atlantikküste, erstmals auch die Bretagne. Es könnte einer der heißesten Tage in der Geschichte des Landes werden. In der Hälfte Frankreichs werden Höchsttemperaturen zwischen 38 und 40 Grad erwartet.

Bis zu 40 Grad in Großbritannien

Britische Meteorologen rechnen am Montag mit Temperaturen über 40 Grad. Dies würde den bisherigen Rekord von 38,7 Grad 2019 deutlich übertreffen. „Uns stehen schwierige 48 Stunden bevor“, sagte Staatssekretär Kit Malthouse dem Nachrichtensender BBC. Angesichts der Hitze hat die Regierung in London die nationale Notlage ausgerufen. Diese Warnstufe wird nach Angaben des britischen Wetteramtes nur dann angekündet, wenn Krankheiten und Todesfälle auch bei gesunden Menschen und nicht nur bei Risikogruppen auftreten. Premierminister Boris Johnson schwänzte eine Krisensitzung zu dem Thema, sein Stellvertreter Dominic Raab rief dazu auf, den Sonnenschein zu „genießen“.

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Mann in Spanien an Hitzschlag verstorben

Die extrem hohen Temperaturen haben in Spanien ein Todesopfer gefordert. Ein 50-Jähriger ist nahe Madrid mitten auf der Straße zusammengebrochen.

In der Nähe von Madrid war am Sonntag ein 50 Jahre alter Mann auf offener Straße an einem Hitzschlag gestorben. Seine Körpertemperatur war auf 40 Grad gestiegen. Am Vortag war bereits ein Angestellter der Straßenmeisterei an einem Hitzschlag gestorben.

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Ausgedehnte Waldbrände in Frankreich.

Enorme Hitze macht Mittelmeerländern zu schaffen

Anhaltende Hitze und Trockenheit machen den Menschen rund um das Mittelmeer weiterhin zu schaffen. Ausgedehnte Waldbrände sorgen für große Feuerwehreinsätze. Temperaturen von über 47 Grad wurden …

Waldbrände toben in Italien

Neben immer wieder aufflammenden Waldbränden macht Italien auch der ausbleibende Regen zu schaffen. Auf Sizilien und Sardinien hoben die Behörden die Waldbrand-Warnstufen in manchen Teilen der Inseln erneut an. Auf Sizilien gilt örtlich bereits die höchste Stufe drei. Schwere Brände tobten am Montag im friaulischen Karstgebiet in den Provinzen von Görz (Gorizia) und Triest. 350 Hektar Wald wurden zwischen Italien und Slowenien zerstört. Am Freitag war in einem bewaldeten Randgebiet in der Badeortschaft Bibione bei Venedig ein großes Feuer ausgebrochen, das inzwischen gelöscht ist.

Auch die griechische Feuerwehr schätzt das Risiko für Waldbrände in vielen Landesteilen weiterhin als „sehr hoch“ ein. Am Montag seien vor allem die Region Attika mit der Hauptstadt Athen sowie die Inseln Euböa, Kreta, Lesbos und Samos und der Nordosten der Halbinsel Peloponnes betroffen. Schwierigkeiten bereiten vor allem die teils starken Winde, die in der Ägäis wehen – sie können ein fast ersticktes Feuer im Nu wieder anheizen und vorantreiben. In Portugal kämpften am Sonntagabend unterdessen insgesamt rund eintausend Einsatzkräfte gegen 16 aktive Waldbrände. Nach Angaben der Naturschutzbehörde ICNF vernichteten die Flammen in Portugal in einer guten Woche rund 30.000 Hektar Wald.

(Quelle: APA)

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