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Schwierige Zeiten

Hohe Energiekosten belasten Handel massiv

Branche bereits durch Corona unter Druck

Einkauf Supermarkt PIXABAY
Die stark steigenden Energiepreise belasten den Handel derzeit extrem. (SYMBOLBILD)

Der Handel ist derzeit doppelt belastet. Zum einen kämpfte er in den vergangenen zwei Jahren mit den Covid-Beschränkungen, zum anderen steigen die Energiepreise extrem.

Die Covid-Beschränkungen der vergangenen zwei Jahre sorgten europaweit im Einzelhandel für schwierige Zeiten, merkt Juan Manuel Morales anlässlich des Handelstages der WKÖ an. Er ist CEO der Einzelhandelsgruppe IFA und Präsident von EuroCommerce, dem europäischen Handelsverband.

Energiepreise belasten Handel

Allerdings sind zuletzt weitere Probleme hinzugekommen: Die stark steigenden Energiepreise belasten den Handel derzeit extrem. "Früher waren die Kosten für Energie der dritt- oder viertgrößte Kostenfaktor. Mittlerweile ist es der größte oder zweitgrößte Posten", zeigt Morales die Probleme des Handels in Europa auf. Bei einer Umsatzrendite von 3 bis 4 Prozent bleibt nach den jüngsten Preisanstiegen bei Strom und Gas nichts mehr übrig", sagt Morales.

Kosten über Rentabilität

"Ursprünglich hat es geheißen, der Handel wird nicht so betroffen sein. Und man hat den Handel außer Acht gelassen", ergänzt Jürgen Roth, WKÖ-Fachverbandsobmann für den Energiehandel und Vize-Präsident von EuroCommerce. "Und jetzt liegen die Kosten über der Rentabilität", so Roth. Es bedürfe daher einer gemeinsamen europäischen Strategie, denn: "Wir haben 27 nationale Hilfen innerhalb Europas."

Roth schlägt Aussetzen von Merit-Order vor

Roth schlägt zum Beispiel vor, die Merit-Order für einige Zeit auszusetzen. Dabei richtet sich der Strompreis nach dem teuersten Kraftwerk, das zur Abdeckung des Bedarfes gebraucht wird. Und Gaskraftwerke sind wegen der Russland-Sanktionen derzeit die teuersten Stromproduzenten. "In 6 bis 12 Monaten hat nicht nur der Handel ein Problem, sondern auch die Hersteller sowie die anderen Branchen."

Mittelfristig soll der Anteil der erneuerbaren Energie bei Strom in Österreich von derzeit knapp mehr als 70 Prozent auf 100 Prozent gesteigert werden. Allerdings werde in den kommenden Jahrzehnten auch der Strombedarf steigen - nicht zuletzt wegen der Elektro-Mobilität. So sei mit einem Strombedarf von 100 TWh zu rechnen, ergänzte Roth, der auch Aufsichtsratsmitglied beim Energieversorger Verbund ist.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 29.09.2022 um 04:28 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/hohe-energiekosten-belasten-handel-massiv-127292518

Kommentare

Mcintosh

Wie kann man auch nur so dumm sein und dem zustimmen das der Strompreis sich nach dem teuersten Kraftwerk richtet

Angie

Und 90% der Supermärkte schmeißen das Geld zum Fenster raus, indem sie den ganzen Laden kühlen, statt nur das Kühlgut! Das hätte sein Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, schon auf ein nachhaltiges System mit Glastüren umgestellt werden müssen, so wie in der Gefrier-Abteilung!

Pipsi

Jetzt wird schon wieder rumgejammert. Alle Lebensmittelpreise sind satt angestiegen. Frage mich dann wer da groß abräumt. Und so mancher weiß nicht was die großen für Strom zahlen ein Haushalt zahlt das mehrfache pro KW.

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