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Verbrauchertäuschung

Geld retour für FFP2-Masken von Hygiene-Austria

Arbeiterkammer erwirkt Rückerstattung

FFP2-Maske von Hygiene Austria
Wer noch die Rechnung für seine FFP2-Maske von Hygiene Austria hat, kann sein Geld zurückfordern. (SYMBOLBILD)

Der "Masken-Skandal" um Hygiene Austria hat ein Nachspiel. Die Arbeiterkammer (AK) erwirkte, dass jeder Käufer von FFP2-Masken den vollen Kaufpreis zurückbekommen.

Im Rechtsstreit um die FFP2-Masken der Hygiene Austria, die der Maskenhersteller aus China importiert und als "Made in Austria" umetikettiert haben soll, hat die Arbeiterkammer nun mit den Unternehmen Hygiene Austria und Palmers einen außergerichtlichen Vergleich erzielt: 57 Konsumentinnen und Konsumenten erhalten den vollen Kaufpreis zurück, insgesamt fast 10.200 Euro. Wer noch Rechnungen für FFP2-Masken von Palmers oder Hygiene Austria hat, kann sich bei der AK melden. Die Arbeiterkammer werde den Konsumenten helfen, ihr Geld von den Unternehmen zurückzubekommen.

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Eine FFP2-Maske des Schutzmasken-Herstellers Hygiene Austria. (SYMBOLBILD)

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Hygiene Austria importiert Masken aus China

Der Maskenhersteller Hygiene Austria, damals ein Gemeinschaftsunternehmen von Palmers und Lenzing, hatte im März dieses Jahres eingeräumt, Masken teilweise in China produziert zu haben. Die Masken wurden aber als "Made in Austria", also in Österreich produzierte Ware, verkauft. Der Faserhersteller Lenzing zog sich daraufhin aus dem Unternehmen zurück und übertrug seine Anteile an Palmers. Die Masken sollen laut Medienberichten unter fragwürdigen hygienischen Umständen von Schwarzarbeitern in Österreich umetikettiert worden sein. Strafrechtliche Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft laufen.

Täuschung durch "Made in Austria"

Nach Auffliegen des "Maskenskandals" meldeten sich 57 Konsumentinnen und Konsumenten bei der Arbeiterkammer. Sie hatten die FFP2-Masken von Hygiene Austria oder Palmers gekauft und fühlten sich von der Bewerbung "Made in Austria" getäuscht. Für ihre Kaufentscheidung war "Made in Austria" ausschlaggebend, und sie nahmen für eine vermeintlich vertrauenswürdige und qualitativ hochwertigere Herstellung in Österreich bewusst höhere Kosten in Kauf, heißt es in der AK-Aussendung.

Die AK führte zwei Musterverfahren vor dem Bezirksgericht für Handelssachen Wien und Privatbeteiligtenanschlüsse im strafrechtlichen Ermittlungsverfahren der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Nun sei eine außergerichtliche Lösung mit Hygiene Austria und Palmers erzielt worden: Die beiden Unternehmen zahlen trotz unterschiedlicher Rechtsstandpunkte aus wirtschaftlichen Überlegungen den vollen Kaufpreis für die FFP2-Masken retour. Insgesamt fließen 10.170 Euro an die Käufer.

(Quelle: APA)

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