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Paketzusteller im Fokus

Wirbel um vermehrte DPD-Beschwerden

Häufung von ausbleibenden Zustellversuchen

Konsumenten klagen vermehrt über fehlende Zustellversuche für Pakete
Die DPD Austria habe im Dezember an Spitzentagen bis zu 400.000 Pakete täglich umgeschlagen. (SYMBOLBILD)

Seit Herbst häufen sich die Beschwerden über den Paketzusteller DPD Austria. Das Problem: Die Zustellung werde nicht einmal versucht, sondern das Paket lande direkt in einem Paketshop, obwohl die Empfänger - nicht zuletzt wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen - nachweislich zu Hause gewesen seien, hieß es am Freitag von AK und RTR.

Die Regulierungsbehörde vermutet ein größeres Problem, die Post-Control-Kommission (PCK) hat ein Aufsichtsverfahren eingeleitet. "Im Falle von DPD liegen aufgrund der steigenden Anzahl an Beschwerden innerhalb kurzer Zeit ausreichend Anhaltspunkte dafür vor, dass es sich bei den nicht-erfolgten Zustellversuchen nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem handeln dürfte", hieß es in der Aussendung der Behörde.

Beschwerden zu DPD Austria

Im Zeitraum von Anfang Dezember 2020 bis Ende Jänner 2021 seien bei der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) 33 neue Beschwerden zu DPD Austria eingegangen. Auch bei der Arbeiterkammer (AK) hätten sich die Konsumentenbeschwerden wegen ausbleibenden Zustellversuchen seit November 2020 gehäuft, teilte die AK mit.

Dabei seien Postdienstleister aufgrund des Postmarktgesetzes verpflichtet, zumindest einen persönlichen Zustellversuch zu tätigen, erläuterte die RTR. Nur wenn der Empfänger nicht angetroffen werden kann, dürfe eine Hinterlegung im Paketshop erfolgen.

Das Aufsichtsverfahren sei diese Woche von der PCK eingeleitet worden, "um die gesetzeskonforme Paketzustellung für alle sicherzustellen", so die RTR weiter. Man warte nun in einem ersten Schritt auf Stellungnahme der DPD Austria, sagte eine Sprecherin der RTR zur APA. Auf Basis dieser werde dann entschieden, ob und welche weiteren Maßnahmen gesetzt werden. Dem Paketzusteller sei für die Stellungnahme eine "angemessene Frist" gesetzt worden, eine genaue zeitliche Angabe wurde nicht gemacht.

So reagiert der Paketzusteller

Vonseiten der DPD hieß es am Freitag auf APA-Anfrage, es lägen dem Unternehmen bisher "keine offiziellen Informationen der RTR bezüglich des Aufsichtsverfahrens" vor. Man könne daher nur allgemein Stellung nehmen. Die Lage am Paketmarkt sei jedoch aufgrund der Corona-Krise "extrem angespannt", hieß es in einem Statement. Die DPD Austria habe im Dezember an Spitzentagen bis zu 400.000 Pakete täglich umgeschlagen. Den bei der RTR gemeldeten Beschwerden wolle man "umgehend nachgehen", sobald detaillierte Informationen dazu bekannt seien.

Was Betroffene tun können

Die AK empfiehlt betroffenen Konsumenten, ihre Beschwerde jedenfalls auch bei der RTR zu melden (unter der E-Mail-Adresse: poststreitschlichtung@rtr.at). "Je mehr Beschwerden, desto besser kann seitens der RTR gegen solche Praktiken einzelner Paketzustelldienste - wie DPD - vorgegangen werden", so AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer laut Aussendung. Zimmer weist aber auch darauf hin, dass die Konsumenten selbst keine Ansprüche gegenüber dem Paketdienst haben, da das Vertragsverhältnis des Paketdienstes mit dem Absender, und nicht mit dem Empfänger besteht.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 24.09.2021 um 02:38 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/immer-mehr-beschwerden-ueber-paketzusteller-dpd-austria-99698968

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