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"Sinnlose Zentral-Bürokratie"

Landeshauptleute kritisieren Bundes-Impfstrategie

Länder wollen Zepter selbst in die Hand nehmen

Spritze, Impfen APA/BARBARA GINDL
Österreichs Landeshauptleute üben Kritik an der Impfstrategie der Bundesregierung. (SYMBOLBILD)

Bei einer Videokonferenz besprechen Bund und Länder heute, wie bei den Covid-Impfungen genau vorgegangen werden soll. Schon vorab hagelte es von einigen Landeschefs Kritik.

Drei Landeschefs haben im Vorfeld gefordert, dass die Länder die Koordination der Impfungen selber in die Hand nehmen. Der Tiroler Günther Platter und der Vorarlberger Markus Wallner übten dabei scharfe Kritik am Bund, weil dieser zu "bürokratisch" agiere. Unterstützung bekam sie vom Steirer Hermann Schützenhöfer (alle ÖVP), der heute den Vorsitz der LH-Konferenz übernommen hat.

Kritik an Impfstrategie des Bundes

"Weg mit dieser sinnlosen Zentral-Bürokratie, denn da ist uns das Gesundheitsministerium ordentlich auf die Nerven gegangen", wird Wallner laut APA in den "Vorarlberger Nachrichten" zitiert.

 Landeshauptleute wollen selbst Verantwortung tragen

"Die Koordination der Dosen, die wir wöchentlich bekommen, sollen dem Land überantwortet werden", sagte auch Schützenhöfer. Er kritisierte die zeitverzögerte Weiterleitung von Zahlen: "Wie viele sich gestern gemeldet haben, erfahren wir heute von der Bundesbeschaffung. Da sind wir oft mit verschiedenen Zahlen konfrontiert", erläuterte Schützenhöfer.

Lage unübersichtlich

"Durch den aktuellen bürokratischen Bestellvorgang haben die Länder kaum Übersicht, wer bereits bestellt hat und wie viel Impfstoff noch verfügbar ist", kritisierte Platter. Die Bestellungen müssten bei den Ländern zusammenlaufen und auch durch sie verteilt werden, forderte der Landeshauptmann. Denn nur so könne kurzfristig reagiert und überzählige Impfdosen unverzüglich anderweitig verwendet werden.

 "Es darf nicht sein, dass Impfdosen in Wiener Lagern herumstehen - wir müssen so rasch wie möglich alle vulnerablen Gruppen durchimpfen", sprach Platter den schleppenden Impfstart der vergangenen Tage an. 

Nach den Plänen das Landes soll die Impfung in den kommenden Tagen auch für über 85-Jährige zugänglich gemacht werden. Das Lande setze hierfür auf die niedergelassenen Ärzte, individuelle Lösungen in den Gemeinden und Impfstraßen.

(Quelle: APA)

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