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Oktober

Inflation sinkt auf 1,1 Prozent

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Die Inflation in der Eurozone fiel im Oktober verglichen zum selben Monat des Vorjahres auf 0,7 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit November 2016.

Durch Preisrückgänge bei Verkehr - etwa Sprit - sowie Nachrichtenübermittlung ist die Inflationsrate in Österreich weiter gesunken. Sie betrug im Oktober nur 1,1 Prozent, nach 1,2 Prozent im September. Bedeutendster Preistreiber war einmal mehr der Bereich Wohnung, Wasser und Energie, gefolgt von Restaurants und Hotels. Gegenüber dem Vormonat stieg das Preisniveau im Schnitt um 0,2 Prozent.

Treibstoffe waren nach Angaben der Statistik Austria im Oktober im Schnitt insgesamt um 7,4 Prozent billiger als ein Jahr davor. Dabei wurde Diesel um 7,8 Prozent günstiger, Superbenzin um 6,9 Prozent. Bei der Ausgabengruppe Verkehr, deren Preise im Schnitt um 1,5 Prozent zurückgingen, verbilligten sich auch Flugtickets, um 8,5 Prozent. Reparaturen privater Verkehrsmittel kosteten hingegen um 4,3 Prozent mehr.

Das sind die klassischen "Preistreiber"

Im Bereich Nachrichtenübermittlung, für den im Schnitt 4,2 Prozent weniger bezahlt werden musste, verbilligten sich Telefon- und Telefaxdienste um 3,4 Prozent, Mobiltelefone um 9,9 Prozent. Gleich geblieben im Jahresabstand ist das Preisniveau des "Mikrowarenkorbes" (+/-0,0 Prozent), der den täglichen Einkauf repräsentiert und überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält.

Um 0,6 Prozent zurückgegangen sind die Preise des "Miniwarenkorbs", der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe umfasst. Im klassischen "Preistreiber"-Bereich Wohnung, Wasser und Energie - der sich durchschnittlich um 2,2 Prozent verteuerte - legten die Mieten binnen Jahresfrist ebenfalls um 2,2 Prozent zu, und die Instandhaltung von Wohnungen wurde um 3,0 Prozent teurer. Die Preise für Wasserversorgung und sonstige Wohnungs-Dienstleistungen legten um 3,1 Prozent zu.

Haushaltsenergie dagegen verbilligte sich im Schnitt um 0,3 Prozent - Grund war ein Basiseffekte bei den Strompreisen: Diese hatten nämlich im Oktober 2018 deutlich angezogen und noch im September 2019 ein Plus von 5,4 Prozent aufgewiesen hatten. Im heurigen Oktober ergab sich aber nur noch ein Preisanstieg von 1,6 Prozent bei Strom. Feste Brennstoffe waren um 2,5 Prozent teurer als ein Jahr davor, Fernwärme um 1,6 Prozent. Gas verbilligte sich um 1,1 Prozent, Heizöl um 11,6 Prozent.

Heimisches Preisniveau leicht gestiegen

Um 3,0 Prozent mehr berappt werden musste in Restaurants und Hotels. Das war überwiegend den Teuerungen bei Bewirtungsdienstleistungen (um ebenfalls 3,0 Prozent) zuzuschreiben. Beherbergungsdienstleistungen kosteten um 3,4 Prozent mehr. Ohne Preise für Wohnen sowie Restaurants/Hotels hätte die Teuerungsrate laut Statistik Austria im Oktober nur 0,3 Prozent statt 1,1 Prozent betragen. "Freizeit und Kultur" kam um 1,4 Prozent teurer, dazu trugen überwiegend die um 2,1 Prozent kostspieligeren Freizeit- und Kulturdienstleistungen bei. Pflanzen verteuerten sich um 5,0 Prozent.

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke kosteten um 0,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist, Nahrungsmittel allein um 1,0 Prozent. Dabei verteuerten sich Brot und Getreideerzeugnisse um 2,0 Prozent, Fleisch um 1,6 Prozent und Gemüse um 1,8 Prozent. Für Milch, Käse und Eier musste im Schnitt insgesamt um 0,9 Prozent mehr hingeblättert werden. Öle und Fette jedoch verbilligten sich um 5,8 Prozent, darunter Butter sogar um 11,6 Prozent. Auch Obst wurde günstiger (-2,4 Prozent). Alkoholfreie Getränke kosteten um 1,2 Prozent, Kaffee verbilligte sich sogar um 6,4 Prozent.

Im Monatsabstand - von September auf Oktober - erhöhte sich das heimische Preisniveau im Schnitt um 0,2 Prozent. Bekleidung und Schuhe waren dabei mit plus 2,9 Prozent der Hauptpreistreiber, weil im Handel Herbstartikel durch neue Winterwaren ersetzt wurden. Insgesamt verteuerten sich Bekleidungsartikel um 2,7 Prozent und Schuhe um 3,5 Prozent. Hauptpreisdämpfer binnen Monatsfrist waren Restaurants/Hotels (-0,3 Prozent), begünstigt durch 2,7 Prozent billigere Beherbergungsdienstleistungen.

Die für Eurozonen-Vergleiche ermittelte harmonisierte Inflationsrate (HVPI) betrug in Österreich im Oktober 1,0 Prozent (nach 1,2 Prozent im September), um 0,1 Prozentpunkte weniger als der allgemeine VPI. Die Inflation in der Eurozone fiel im Oktober verglichen zum selben Monat des Vorjahres auf 0,7 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit November 2016. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im Oktober 2019 bei 1,1 Prozent, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat mit.

(Quelle: APA)

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