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Trotz Online-Shopping-Boom

Intersport setzt weiter auf stationären Handel

Zwei neue Standorte in Salzburg

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Intersport setzt weiter auf stationären Handel. (SYMBOLBILD)

Trotz des Booms im Online-Handel möchte Intersport den Fokus weiter auf den stationären Handel setzen. "Der Mitarbeiter ist das Herzstück von Intersport", so Marketingleiter Johannes Kastenhuber. Die würden den Service und die persönliche Beratung schätzen.

Der Sportartikelhändler Intersport mit Firmenzentrale in Wels setzt trotz einer Verdopplung des Onlineumsatzes - freilich im einstelligen Anteil am Gesamtumsatz - auf stationären Handel mit Beratung und Service. Der Umsatz im ersten Kalenderhalbjahr 2022 betrug 325 Mio. Euro, das bedeute ein Plus von 12 Prozent zum Vor-Corona-Niveau von 2019, betonte Geschäftsführer Thorsten Schmitz in einer Online-Pressekonferenz am Mittwoch.

Intersport setzt weiter auf stationären Handel

Intersport definiert sich in Österreich über die 104 Händler mit 280 Standorten. Schmitz sah das Geschäftsmodell der "Hybridisierung" durch den Zuwachs im Online-Handel und die folgende Rückkehr der Kundinnen und Kunden in die Geschäfte bestätigt. Den Menschen sei die Bedeutung von Bewegung in der Natur durch Corona erst richtig bewusst geworden, erklärt er sich den Boom. Sie würden den Service und die persönliche Beratung schätzen, gewisse Produkte gebe es nur stationär. "Der Mitarbeiter ist das Herzstück von Intersport", spitzte es Marketingleiter Johannes Kastenhuber zu. Eine GfK-Studie bestätige diese Kompetenz.

 

Bei den Angestellten punkte Intersport mit Ausbildungen zum Skilehrer oder im Bike-Bereich, die von den jeweiligen Händlern übernommen würden, und somit quasi Beratung von Sportler zu Sportler ergeben. "Das unterscheidet uns vom Mitbewerb und vom Onlinehandel." Nichtsdestotrotz würden - zu den 4.000 in Österreich Beschäftigten - Leute gesucht, einige hundert in der Zentrale und in den Geschäften, bestätigte Schmitz.

Lieferkette im Griff

Die Lieferketten habe man im Griff, "weil wir mehr Ware disponiert und zu volle Lager in Kauf genommen haben", erklärte Schmitz. Man habe auch bereits in die Verfügbarkeit für die kommende Frühjahrssaison investiert. In der Teuerung sah der Geschäftsführer insofern kaum ein Problem, als die Kunden bereit seien, bei Intersport für Qualität, Service und Beratung einen etwas höheren Preis zu zahlen. "Wir versuchen nicht, die Situation für uns vorteilig auszunutzen und fahren gut damit", betonte Schmitz.

Das Wintergeschäft - Umsatzbringer Nummer eins - sei positiv gelaufen, im Segment Snow alpin sei man auf dem Niveau von 2019 angelangt, auch der Verleih habe sich stark erholt. Für die kommende Saison rechne man damit, dass es die Leute wieder nach draußen ziehe und erwarte "eine andere Toolbox von der Politik als in den vergangenen Jahren", stellte Schmitz klar. Neben dem Fahrradgeschäft sei Outdoor- mit einem Fünftel am Gesamtumsatz - der größte Treiber. Die Vorbuchungen für die aktuelle Bike-Rent-Saison seien "positiv", die Entwicklung hänge vom Sommer und dem Gemütszustand der Konsumenten ab, so Schmitz. Bezüglich des Umsatzes wolle man das zweistellige Plus gegenüber 2019/20 bis Ende des Geschäftsjahres halten.

App ersetzt Kundenkarte

Eine neue App soll die Kundenkarte ersetzen und eine Plattform für das "Ökosystem Intersport" schaffen. Nachhaltigkeit ziehe sich durch und gehe vom Premiumansatz bei Produkten über das Reparieren und Verleihen bis zu seit 2019 PFC-freien Exklusivmarken und dem Augenmerk auf umweltschonende Materialien. Das Firmenradl, ein Mobilitätskonzept für Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit Steuervorteil, boome vor allem in Vorarlberg und Wien, habe noch Potenzial nach oben.

In Österreich gibt es zwei neue Standorte in Salzburg und Oberwart im Burgenland sowie einen Umbau bei Fischer in Bürs in Vorarlberg. In Ungarn entstanden neue Flagshipstores in Budapest und Bratislava, in Tschechien kommen 8 neue Stores, dann sind es dort wie in der Slowakei 38.

(Quelle: APA)

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