Jetzt Live
Startseite Österreich
Konsulargesetz

Regierung streicht Schutz für IS-Rückkehrer

ISIS AFP PHOTO / STR
Österreichische IS-Kämpfer sollen künftig keinen Schutz mehr haben.

Die Regierung streicht den konsularischen Schutz für nach Österreich zurückkehrende IS-Kämpfer. Eine dahin gehende Änderung des Konsulargesetzes soll am Mittwoch im Ministerrat beschlossen werden. Demnach hätten Personen keinen Schutz mehr, wenn diese die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährden. "Wir werden daher diese Menschen nicht zurückholen", so Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) zur APA.

Zuständig für die Änderung ist eigentlich das Außenministerium unter Federführung von Karin Kneissl (FPÖ), das auch weiter gehende Änderungen im Konsulargesetz plant. Dieses regelt grundsätzlich die Sicherstellung des Schutzes österreichischer Staatsbürger im Ausland. Umfasst sind Hilfeleistungen und Unterstützungen in Rechtsschutz- und Notsituationen, etwa die Rückführung nach Österreich.

"Kein Anspruch auf Hilfe Österreichs"

Der Schutz kann künftig aber in bestimmten Fällen abgelehnt werden. Jenen Personen etwa, deren Einreise nach Österreich die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährden würde. "Menschen, die sich Terrororganisationen angeschlossen haben und die Grundwerte der österreichischen Gesellschaft ablehnen, haben keinen Anspruch auf die Hilfe Österreichs", hieß es seitens der Regierung zur Änderung.

IS-Kämpfer: Keine Rückholung

Innenminister Kickl hatte bereits angekündigt, IS-Terroristen und Handlanger, die als "tickende Zeitbomben" eine Gefahr für die Bevölkerung darstellten, nicht mehr nach Österreich zurückzuholen.

(APA)

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 27.05.2019 um 08:01 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/is-rueckkehrer-in-oesterreich-regierung-streicht-schutz-im-ausland-66798106

Kommentare

Mehr zum Thema