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Jahreswechsel

Das ändert sich 2019 für Autofahrer

Auto Winter APA/BARBARA GINDL
Ab Jänner gibt es Straßenverkehr zahlreiche Änderungen.

Ab 1. Jänner 2019 sowie im Laufe des Jahres kommen auf Autofahrer und Co. einige Neuerungen zu. Wir geben euch einen Überblick über die wichtigsten Änderungen im Straßenverkehr.

Die Verkehrsclubs ARBÖ und ÖAMTC informieren über die Änderungen auf Österreichs Straßen. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Automatisiertes Fahren-Verordnung

Die Verordnung erlaubt automatisches Einparken mit Einparkassistent und freihändig fahren auf Autobahnen und Schnellstraßen mit "Autobahnpilot". Offen ist, wann die Verordnung in Kraft tritt.

Rechts abbiegen bei Rot

Voraussichtlich ab 1. April 2019 startet ein einjähriger Probebetrieb für "rechts abbiegen bei Rot" in Linz und Wels, weitere Orte sind möglich.

140 km/h auf der Autobahn

Ein Jahr nach dem Start des 140 km/h-Betriebs auf der Autobahn könnte es zur Freigabe weiterer Strecken kommen.

Rettungsgasse APA/HELMUT FOHRINGER
Das Nicht-Einhalten der Rettungsgasse wird strenger geahndet.

Rettungsgasse

Das Befahren der Rettungsgasse wird ein Vormerkdelikt. Der Strafrahmen liegt bei bis zu 2.180 Euro. Auch einspurige Kraftfahrzeuge können von dieser neuen Regelung betroffen sein, nämlich dann, wenn sie bei der unerlaubten Durchfahrt ein Einsatzfahrzeug behindern.

Führerscheinprüfung

Wer bei der Führerscheinprüfung schummelt und erwischt wird, darf erst nach neun Monaten abermals antreten. Diese Änderung wurde notwendig, weil immer öfter Führerscheinprüflinge mittels Minikamera und Headset unerlaubt externe Hilfe in Anspruch nahmen. Außerdem ist es nicht mehr möglich, die Fahrprüfung in türkischer Sprache abzuhalten.

Die Theorieprüfung für den Mopedschein (Führerscheinklasse AM) wird frühestens Anfang April 2019 auf einen Computertest umgestellt. Damit soll die Qualität der Ausbildung und der theoretischen Prüfung verbessert werden.

Änderungen bei Fahrradregeln

Für Radfahrer gilt am Ende eines Radfahr- oder Mehrzweckstreifens nun – neu – das Reißverschlusssystem (bisher hatten Radfahrer Nachrang). Außerdem neu für Radfahrer: Der Geradausfahrende hat Vorrang, auch wenn er vom Rechtsabbieger gekreuzt wird.

Verwaltungsstrafgesetz-Novelle

Ab 1. Jänner 2019 ist das Zurückziehen auch eines vollen Einspruchs möglich, bisher war das nur bei Einsprüchen der Höhe nach möglich. Außerdem wird die Möglichkeit einheitlicher Strafenkataloge durch Verordnung geschaffen, diese dürfen frühestens mit 1. Jänner 2019 in Kraft gesetzt werden.

Preiserhöhungen Vignette

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben werden die Vignettentarife angepasst und für 2019 um 2,2 Prozent angehoben. Somit kostet die Pkw-Jahresvignette im kommenden Jahr 89,20 Euro und jene für Motorräder 35,50 Euro.

Sachbezug für Dienstwagennutzer

Ab kommenden Jahr darf ein neuer Dienstwagen nur mehr maximal 121 Gramm CO2 je Kilometer emittieren, damit der geringere Sachbezugswert von monatlich 1,5 Prozent der Anschaffungskosten bei uneingeschränkter privater Kilometerleistung zu versteuern ist. Andernfalls sind es monatlich zwei Prozent. Hierbei sind auch im kommenden Jahr die NEFZ-Werte heranzuziehen.

Normverbrauch-Messungen WLTP / NEFZ

Das neue Testverfahren zur Ermittlung der Normverbräuche WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) ist zwar schon seit 1. September 2018 für alle neuzugelassenen Pkw verpflichtend, allerdings wird laut geltender Verordnung auch im kommenden Jahr nur der NEFZ (Neue Europäische Fahrzyklus) in den Schauräumen und Prospekten ausgewiesen. Erfreut zeigt sich der ÖAMTC über die Ankündigung der österreichischen Automobilimporteure, dass ab Anfang 2019 die WLTP-Werte auf freiwilliger Basis zumindest auf www.autoverbrauch.at zu sehen sein werden. Solange die Angabe der WLTP-Werte rechtlich nicht verbindlich ist, empfiehlt der ÖAMTC Autokäufern, auch aktiv nach den realitätsnäheren Normverbräuchen zu fragen, und setzt darauf, dass die Händler auch konsumentenfreundlich Auskunft erteilen.

Tempo 80 NEUMAYR
E-Autos werden von IG-L-Tempolimits ausgenommen.

Ausnahme von IG-L Tempolimits für E-Fahrzeuge

Für Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb oder mit Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie, die entsprechend gekennzeichnet sind, gelten auf Autobahnen oder Schnellstraßen Ausnahmen von den Geschwindigkeitsbeschränkungen des Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L). Voraussetzung ist, dass auf Hinweisschildern ausreichend darauf aufmerksam gemacht wird.

Verpflichtende Geräusche bei E-Fahrzeugen

Ab Juli 2019 müssen neu genehmigte E-Fahrzeuge bis 20 km/h Geschwindigkeit mit einem akustischen Fahrzeugwarnsystem ausgerüstet sein. Es soll unterschiedliche Geräusche fürs Beschleunigen und Bremsen geben. Eine Nachrüstung für bestehende Elektrofahrzeuge ist nicht vorgesehen.

E-Auto APA/HELMUT FOHRINGER
2019 kommen zahlreiche neue E-Auto-Modelle auf den Markt. (Symbolbild)

Neue E-Autos und -Modelle

Im neuen Jahr kommen etliche neue E-Autos mit Reichweiten zwischen 300 bis zu 600 Kilometer auf den Markt, z. B. Rivian, ein E-Pickup Truck mit 644 km Reichweite, VW Neo, das erste reine Elektroauto von Volkswagen mit 400 km Reichweite, BMW Mini Electric 2019 (300 km Reichweite), Audi e-tron (400 km Reichweite), KIA Niro EV (485 km Reichweite), Nissan Leaf E-Plus, außerdem der chinesische BYD, der Honda Urban EV und der Citroen DS3 Crossback. TESLA bringt sein Model 3 nach Österreich. Und das Elektro Startup Future Mobility (FMC) hat sein erstes Serien E-Auto unter der Marke BYTON präsentiert. Prototypen in Europa soll es 2019 / 2020 geben.

Aufgerufen am 19.01.2019 um 12:43 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/jahreswechsel-das-aendert-sich-2019-fuer-autofahrer-62764177

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