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Von 1.000 Proben

Vier PCR-Tests in Jochberg positiv

AGES untersucht auf neue Virus-Mutation B.1.1.7.

Vier von 1.000 PCR-Tests waren im Tiroler Jochberg (Bez. Kitzbühel) positiv. Zwei Drittel der 1.500 Einwohner haben nach Bekanntwerden von Verdachtsfällen auf die Coronavirus-Mutation B.1.1.7. das kostenlose Testangebot genutzt. Unterdessen gibt es auch in Vorarlberg erste Vermutungen auf die neue Virusvariante.

Mittwochabend war bekanntgegeben worden, dass nach den Tests zwei positive Fälle vorlagen. Am Donnerstagvormittag teilte man mit, dass zwei weitere positive Testergebnisse hinzu kamen – eines davon betraf eine bereits abgesonderte, enge Kontaktperson aus der Gruppe der Skilehrer-Anwärter, hieß es. Die positiven Tests sollen nun von der AGES auf die britische Virusmutation untersucht werden, teilte das Land mit.

70 Verdachtsfälle in Prüfung

Laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) werden mittlerweile 70 Verdachtsfälle auf die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation B.1.1.7. in Österreich geprüft. Betroffen sind zunächst 42 Fälle in einem Wiener Seniorenheim, 17 im Tiroler Skigebiet in Jochberg und drei Fälle im Burgenland. Auch fünf Fälle aus Vorarlberg wurden zur weiteren Untersuchung nach Wien gesandt. Das berichtete am Donnerstag ORF Radio Vorarlberg unter Berufung auf den Leiter des pathologischen Instituts in Feldkirch, Felix Offner. Man hoffe nun auf baldige Antwort aus Wien.

Vorarlberg lässt 400 Proben auf Mutation prüfen

Damit könnte die Virusvariante, die um 50 Prozent ansteckender sein soll, bereits im Bundesland angekommen sein. Man habe die letzten 400 positiven PCR-Tests nach Wien geschickt, um diese auf die Mutation prüfen zu lassen. Bei fünf Patienten habe man aufgrund der Angaben der Behörden den Verdacht, dass es sich um die britische Variante handeln könnte, sagte Offner. Sorge bereitete die Nähe Vorarlbergs zur Schweiz, wo laut Offner bereits sechs Prozent aller Neuinfektionen auf die Mutation zurückzuführen seien.

(Quelle: APA)

Flachau übernimmt Kitzbühel-Rennen

Flachau, Weltcup, 2021 FMT-Pictures/FM
Der Tag vor dem Weltcup-Highlight in Flachau.

Das Coronavirus macht dem Weltcup-Doppel von Kitzbühel mit fünf Skirennen an zwei Wochenenden einen Strich durch die Rechnung. Die beiden für Samstag und Sonntag geplanten Slaloms wurden nach Verdachtsfällen der britischen Virus-Mutation im nahen Jochberg am Mittwoch nach Flachau (Pongau) verlegt.

Dort fuhren erst am Dienstagabend die Frauen einen Nachtslalom, eine rennfertige Piste und die zur Abwicklung des TV-Events notwendige Infrastruktur ist also bereits vor Ort.

Die Absage des ersten Teils der Hahnenkamm-Rennen – Kitzbühel war zuvor für den Weltcup-Ort Wengen eingesprungen – teilte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) bei einer Pressekonferenz nach der Regierungsklausur mit. Die Entscheidung sei aus Sicherheitsgründen unter anderem in Abstimmung mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erfolgt. "Dabei handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme", betonte Platter und bedankte sich ausdrücklich beim Skiclub Kitzbühel, der die Maßnahmen mittragen würde.

Absage wegen Corona-Mutation

Wichtig sei, dass man vorsichtig vorgehe, meinte Platter. Derzeit gebe es aber keine Hinweise darauf, dass der Cluster in Jochberg größer werde, da alle bisher durchgeführten PCR-Tests in der Gemeinde negativ waren. "Wir wollen ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten", betonte der Landeshauptmann. Deshalb können sich nun im gesamten Bezirk Kitzbühel alle Personen freiwillig testen lassen. Sollten dabei keine Auffälligkeiten erkennbar werden, könne man die Rennen am darauffolgenden Wochenende in Kitzbühel stattfinden lassen, so Platter. In Kitzbühel gab es aktuell zehn Infizierte, in Jochberg verzeichnete man insgesamt 24 aktive Infizierte (inklusive der 17 Fälle der britischen Mutation).

Von Wengen über Kitzbühel nach Flachau

Das Coronavirus hatte bereits für die Absage der Lauberhorn-Rennen in Wengen gesorgt, Kitzbühel war ursprünglich für die Schweizer eingesprungen und sollte erstmals in der Hahnenkamm-Historie fünf Rennen an zwei Wochenenden austragen. Wie die FIS gab bekannt, sind alle Teams angehalten, nicht vor Freitag in Flachau anzureisen.

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