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Teenager drehen durch

Jugendliche hantieren mit Schreckschusswaffen

Anzeigen in OÖ, Steiermark und Burgenland

20180726_PD2100.HR.jpg APA/Robert Jäger/Archiv
Immer öfter werden Fälle bekannt, wo Jugendliche mit Schreckschusswaffen hantieren. (Symbolbild). 

Gleich dreimal musste die Polizei gestern ausrücken, weil Jugendliche in der Steiermark, Oberösterreich und im Burgenland in der Öffentlichkeit mit Schreckschusswaffen hantierten.

Ein Streit unter Jugendlichen in der Oststeiermark hat Samstagabend mit mehreren Schüssen aus einer Schreckschusspistole geendet. Vier Burschen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Der Schütze sowie seine Komplizen wurden von den Polizeistreifen ausgeforscht und festgenommen. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind bisher nicht klar, doch bei einem wurden Drogen und eine größere Menge Bargeld gefunden, informierte die Polizei am Sonntag.

Mit Schreckschusspistole auf Kontrahenten gefeuert

Die Szenen hatten sich gegen 20.30 Uhr im Stadtpark Gleisdorf abgespielt. Die Jugendlichen hatten sich dort getroffen und es kam zu einer Rauferei. Plötzlich zückte ein 17-Jähriger eine Schreckschusspistole und zielte auf die Kontrahenten. Er schoss und traf sie offenbar auch mit mehreren Reizgas-Patronen. Während sich die Gruppe des Schützen davon machte, wurde die Polizei wegen der Schüsse in den Park gerufen. Die Beamten entdeckten dort vier Burschen im Alter von 16 bis 18 Jahren, die über Schmerzen klagten, weil sie offenbar von Projektilen getroffen wurden.

Alarm-Fahndung in Gleisdorf

Polizei-Sanitäter versorgten die Jugendlichen, während sich Kollegen auf die Suche nach den anderen machten. Eine Alarmfahndung wurde eingeleitet und kurz nach 21.00 Uhr fanden die Beamten eine Gruppe von drei Männern im Alter von 17 bis 21 Jahren sowie eine 18-Jährige auf dem Parkplatz einer Firma. Die Personenbeschreibung der Verletzten passte und so wurden die Verdächtigen mitgenommen.

17-Jähriger geständig

Bei der Vernehmung gestand der 17-Jährige, mehrmals auf die anderen geschossen zu haben. In seinem Rucksack wurden 22 Stück Munition, Platz- und Reizgas-Patronen, gefunden. Die Waffe will der Bursche auf der Flucht verloren haben. Polizisten mit Diensthunden suchten danach, fanden aber nichts. Am Tatort im Bereich des Pavillons stellten sie jedoch mehrere Hülsen aus der Schreckschusspistole sicher.

Der Schütze wurde angezeigt und auch die anderen durften nach der Vernehmung wieder gehen. Drei der vier Opfer konnten das Spital nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Ein 17-Jähriger blieb vorsorglich zur Beobachtung im LKH Graz. Ein anderer 17-Jähriger dürfte Verletzungen am Auge erlitten haben. Wir schwer diese sind, werde sich aber erst zeigen.

16-Jähriger mit Schreckschusswaffe in Oberwart

Ein 16-Jähriger ist in Oberwart mit einer Schreckschusswaffe unterwegs gewesen. Der Jugendliche war laut einem Bericht der "Kronen Zeitung" (Sonntagsausgabe) an einer Bushaltestelle aufgefallen und vor alarmierten Polizisten geflüchtet. Nachdem die Beamten den Verdächtigen gestellt hatten, nahmen sie ihm die Pistole und ein Taschenmesser ab. Für den 16-Jährigen gilt nun ein Waffenverbot.

Welser mit Waffe am Marchtrenker Bahnhof

Am Marchtrenker Bahnhof (OÖ) hantierte gestern Abend ein 18-Jähriger Welser im Beisein von Freunden ebenfalls mit einer Schreckschusspistole. Dies beobachtete eine 12-Jährige aus ihrem Wohnungsfenster. Ihren Angaben zufolge zielte der Mann mit der Schreckschusspistole zuerst Richtung der Bahnhofstoiletten, drehte sich anschließend um und zielte in ihre Richtung.

Waffenverbot und Anzeige

Das Mädchen erschrak und lief zu ihrer Mutter, welche umgehend die Polizei verständigte. Vier Polizeistreifen rückten an und stellten den 18-Jährigen am Bahnhofsgelände. Nach mehrmaliger Aufforderung händigte er die Schreckschusspistole aus. Er bestritt, mit der Schreckschusspistole auf jemanden gezielt zu haben. Gegen ihn wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen und er wird angezeigt, meldet die Polizei.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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