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Mehrere 100.000 Euro Schaden

16-Jähriger legt Brand in Schule in OÖ

Jugendlicher gesteht Tat

Ein 16-Jähriger hat zugegeben, den Brand in einer Volksschule in Neuhofen an der Krems (Bezirk Linz-Land) am Samstagnachmittag gelegt zu haben. Bei dem Feuer entstand ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro.

Das Feuer in der Volksschule ging von einer Müllinsel aus und entwickelte sich binnen weniger Minuten zum Großbrand. Die Fassade zum Hof sowie der Dachstuhl wurden größtenteils vernichtet. Die Müllsammelstelle und ein geparkter Pkw wurden ebenfalls ein Raub der Flammen. Elf Wehren der umliegenden Orte waren im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Zwei Tage zuvor war bei einem Wohnhaus in Neuhofen ein Müllhaufen angezündet worden, das Feuer beschädigte die Fassade des Gebäudes.

"Zwei Zufälle sind einer zu viel", erklärte Alexander Riedler vom Landeskriminalamt Oberösterreich im Gespräch mit der APA, wie man auf den Burschen gekommen sei: Er sei nämlich bei zwei Bränden kurz hintereinander Zeuge gewesen und damit habe man ihn zumindest näher unter die Lupe genommen. Der Schüler - er besucht eine andere Schule als jene, die abgebrannt ist - habe im Beisein seines Verteidigers ein Geständnis abgelegt, damit sei der Fall geklärt. Derzeit gebe es keinerlei Hinweise, dass der Jugendliche noch weitere Taten begangen habe, man werde aber natürlich die Fälle der vergangenen Zeit noch einmal ansehen, erklärte der Ermittler.

Teenager gesteht weitere Brandstiftung

Der Bursche gab zu, er habe mit einem Feuerzeug Abfallsäcke bei einer Müllinsel vor der Schule in Brand gesteckt. Er habe ausprobieren wollen, ob sie tatsächlich brennen würden. Im Zuge seiner Befragung bei der Polizei gab der 16-Jährige auch zu, einen weiteren Brand in Neuhofen gelegt zu haben: Am 18. März habe er Müllsäcke neben einem Hauseingang mit einem Feuerzeug angezündet. Laut seinen Angaben sei er selbst überrascht gewesen, wie schnell sich die Flammen ausbreiteten. Er versuchte noch zu löschen, schaffte es aber nicht und alarmierte die Feuerwehr. Dabei wurde die Fassade des Wohnhauses beschädigt. Der 16-Jährige dürfte sich damals selbst verletzt haben, er wurde danach im Krankenhaus ambulant behandelt.

Bei dem Wohnhausbrand entstand zwar kein allzu hoher Sachschaden, allerdings sei die Gefahr für Menschen wesentlich höher gewesen, so Riedler. Während die Schule am Wochenende leer war, sind die Bewohner des anderen Gebäudes zum Brandzeitpunkt zu Hause gewesen. Es habe die Gefahr bestanden, dass - hätte sich das Feuer schneller ausgebreitet - ihnen der Weg ins Freie versperrt worden wäre

(Quelle: APA)

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