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Strenger Fasttag

Darum feiern Christen den Karfreitag

Jesus APA/ROLAND SCHLAGER
Der Karfreitag gilt den Christen als strenger Fasttag (Symbolbild).

Christen gedenken am Karfreitag des Leidens und Sterbens Jesu. Den Namen erhielt der Tag vom jüdischen Wort "Kara", das "Klage" oder "Trauer" bedeutet. Dieser Tag dient der Besinnung auf die Leiden Christi am Kreuz. Der Karfreitag ist damit der erste Tag des sogenannten "Triduum Sacrum", der Dreitagefeier zu Ostern.

Der Karfreitag wird mindestens seit dem zweiten Jahrhundert gefeiert. Bis heute gilt er in der katholischen Kirche als strenger Fasttag: Gläubige, die älter als 14 Jahre sind, dürfen an diesem Tag kein Fleisch zu sich nehmen, Katholiken zwischen 18 und 60 ist am Karfreitag nur eine einmalige Sättigung erlaubt. Ursprünglich durfte man an diesem Tag überhaupt nichts essen oder trinken.

Karfreitag: Kirchenglocken schweigen

15 Uhr gilt als jene Stunde, in der Jesus am Kreuz gestorben ist. In manchen Kirchen beginnt um diese Zeit auch der katholische Karfreitagsgottesdienst. Dieser ist von Trauer gekennzeichnet, aber auch von der Verehrung des Kreuzes. Die Kirchenglocken schweigen an diesem Tag. Nach einer volkstümlichen Überlieferung fliegen die Kirchenglocken während dieser Zeit nach Rom, um dort ihre Weihung entgegenzunehmen.

Einer der bekanntesten Karfreitagsbräuche ist das Aufstellen des Heiligen Grabes in vielen katholischen Pfarrkirchen. Nach dem Karfreitagsgottesdienst und am Karsamstag können die Gläubigen bei einer Nachbildung des Grabes Jesu verweilen.

Bewegliche Feiertage um Ostern

Der Karfreitag ist ein so genannter beweglicher Feiertag. Bis auf den Buß- und Bettag zeigen alle beweglichen Feiertage eine Abhängigkeit zum Datum des Ostersonntags und somit zum Kirchenjahr. Die Beweglichkeit des Osterdatums hat seinen Ursprung im Konzil von Nicäa im Jahre 325 n. Chr. und weiteren Kirchengeschichte. Dort wurde festgelegt, dass Ostern als christliches Fest nach Frühlingsanfang gefeiert wird. Später kam die genaue Regelung als erster Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond hinzu. Der erste Frühlingsvollmond tritt zwischen dem 21. März und dem 19. April eines Jahres auf. Aufgrund dessen liegt der Ostertermin zwischen dem 22. März und dem 25. April.

Der Karfreitag ist kein allgemeiner gesetzlicher Feiertag im Sinne Paragraf 7 Arbeitszeitgesetz. Als Feiertag gilt er nur für Angehörige der altkatholischen Kirche, der evangelischen Kirchen AB und HB und der evangelisch-methodistischen Kirche. Für evangelische Christen gehört der Karfreitag zu den höchsten Feiertagen des Kirchenjahres.

(APA)

(Quelle: APA)

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