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Salzburger Ministerin

Edtstadler tauscht Personal aus

Last-Minute-Entscheidungen im Kulturbereich

Karoline Edtstadler (ÖVP) hat am Abend vor der endgültigen Umverteilung der Zuständigkeiten in den einzelnen Ressorts am Mittwochvormittag in ihrer Funktion als Kulturministerin noch einige Personalentscheidungen getroffen und diese per E-Mail kommuniziert. Die Abberufungen waren im Vorfeld Gegenstand von Gesprächen zwischen den Koalitionspartnern. Das bestätigte nach Bundes- und Vizekanzler nun auch die Staatssekretärin gegenüber der APA.

"Die Funktionsperioden der Kuratoriumsmitglieder von Albertina, Belvedere, MAK und Technischem Museum sind bereits mit 31.12.2019 abgelaufen. Der Koalitionspartner hat vor Übergang der Zuständigkeit für Kunst und Kultur die Neubenennungen vorgenommen. Wir wurden informiert und haben darüber gesprochen. Die Entscheidung lag noch im Zuständigkeitsbereich von Ministerin Edtstadler", so Lunacek in einem schriftlichen Statement. "Die Neu-Nominierung für den Vorsitz des Albertina-Kuratoriums werde ich in den nächsten Tagen entscheiden und darüber informieren."

Edtstadler hat vor drei Wochen nicht nur die Europa-, sondern auch die Kulturagenden von Alexander Schallenberg übernommen. Bevor die Salzburgerin ihre Funktion als Kulturministerin Mittwochvormittag an Ulrike Lunacek (Grüne), die nun als Staatssekretärin für Kunst und Kultur zuständig ist, im Rahmen der endgültigen Angelobung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen übergab, entschied sie allerdings noch über einige Postenbesetzungen.

Edtstadler wechselt Personal im Kulturbereich

So wurde Ex-Raiffeisen-Generalanwalt und Ex-Flüchtlingskoordinator der SPÖ-ÖVP-Bundesregierung Konrad als Kuratoriums-Vorsitzender der Albertina abberufen, ebenso wie Ex-SPÖ-Klubobmann Peter Kostelka als Kuratoriums-Vorsitzender des Technischen Museums und Hannes Sereinig, Ex-Kabinettschef des früheren Bundeskanzlers Franz Vranitzky (SPÖ), in derselben Funktion im Museum für Angewandte Kunst. Deren Amtszeit sei beendet, hieß es in den Mails der ÖVP-Politikerin. Bleiben darf lediglich Andrea Mayer als Kuratoriums-Vorsitzende im Belvedere.

Statt Konrad soll Edtstadler die Kunsthistorikerin Daniela Hammer-Tugendhat einberufen haben, ebenfalls per E-Mail am Dienstagabend. Diese lehnte dem Bericht zufolge jedoch dankend ab. NEOS äußerten sich in der "ZiB2" kritisch und nannten diese Bestellungspraxis "befremdlich". Laut ORF waren weder Edtstadler noch Lunacek bei der Regierungsklausur in Krems zu Interviews bereit, es hieß jedoch, die Vorgehensweise sei zwischen ihnen akkordiert worden.

(Quelle: APA)

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