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Katholische Kirche verschärft Corona-Maßnahmen

Maskenpflicht bei allen öffentlichen Gottesdiensten

Kirche, leere Bänke APA/ROLAND SCHLAGER
Bei Gottesdiensten in geschlossenen Räumen sind wieder Masken zu tragen.

Auch in katholischen Gottesdiensten gilt ab Freitag wieder eine Maskenpflicht - und zwar über die jüngste Vereinbarung mit dem Kultusministerium hinaus. Nicht nur in Regionen mit gehäuften Coronafällen muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden, sondern (fast) österreichweit. Nur Vorarlberg bleibt angesichts geringer Infektionen derzeit bei der Empfehlung.

Aber morgen, Freitag, müssen Gläubige beim Betreten und Verlassen der Kirche sowie beim Verlassen ihres Platzes während der Messe eine Maske tragen, berichtete die Kathpess. Zudem mahnen alle Diözesen ausdrücklich das Einhalten des Ein-Meter-Abstand ein. Einige Diözesen empfehlen dafür die Markierung von Plätzen und Abständen etwa für den Kommuniongang.

Zusätzliche Maßnahmen in Tourismus- und Wallfahrtsorten

In einigen Diözesen gibt es neben der Maskenpflicht beim Gottesdienst zusätzliche Maßnahmen und Empfehlungen für Gemeinden, wo vermehrt Personen aus Corona-Risikoländern an Gottesdiensten teilnehmen. Das können beispielsweise Tourismus- oder auch Wallfahrtsorte sein. Angesichts einer starken Zunahme an Corona-Fällen wurden Anfang Juli in der Diözese Linz strengere Maßnahmen erlassen.

Im Bereich der katholischen Kirche ist es in Österreich seit Ausbruch der Corona-Pandemie noch zu keiner Cluster-Bildung bei Neuinfektionen gekommen, wird in der Aussendung betont.

(Quelle: APA)

Wo die Maskenpflicht ab Freitag überall gilt

Maske, Mundschutz, MNS, Coronavirus, SB APA/BARBARA GINDL
(SYMBOLBILD)

Die am Dienstag präsentierte Verschärfung der Maskenpflicht, die ab Freitag in Kraft tritt, ist nun offiziell verordnet. Sie gilt nicht nur wie von der Regierung bereits angekündigt im Lebensmittelhandel, bei Bank- und Postbesuchen, sondern auch für Besucher von Gesundheitseinrichtungen: In Pflegeheimen, Krankenanstalten und Kuranstalten müssen diese künftig einen Nasen-Mund-Schutz tragen.

Das geht aus der Adaptierung der "COVID-19-Lockerungsverordnung" von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hervor, die am späten Mittwochabend im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Die Maskenpflicht für Besucher gilt für alle Orte, "an denen Gesundheits- und Pflegedienstleistungen erbracht werden", heißt es in der Vorordnung.

Neuerliche Maskenpflicht

Eine derartige Maskenpflicht hat es in dieser generellen Form noch nicht gegeben. Bisher hatten die jeweiligen Betreiber laut der "Lockerungsverordnung" lediglich "durch geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren". In vielen Pflegeheimen und sonstigen Gesundheitseinrichtungen war freilich schon bisher ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, was durch die jeweiligen Betreiber selbst entschieden wurde. Auch wurden teils weitere Maßnahmen (wie etwa Fiebermessen beim Eingang) vorgenommen.

Wie angekündigt ist auch beim Betreten des Kundenbereichs im Lebensmitteleinzelhandel, von Banken und der Post (einschließlich der Postpartner) ab Freitag wieder eine Maske zu tragen. Auch Tankstellenshops sind davon betroffen. Weiterhin gilt dies auch für Apotheken. Ebenso aufrecht bleibt die Bestimmung, wonach in öffentlichen Verkehrsmitteln Masken getragen werden müssen.

Verschärfte Reisebestimmungen angekündigt

Die Verpflichtung gilt sowohl für die Kunden wie auch die Betreiber und Mitarbeiter der genannten Einrichtungen - "sofern zwischen den Personen keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet".

Noch nicht veröffentlicht wurde bisher die Verordnung zu den von der Regierung ebenfalls schon angekündigten Verschärfungen der Reisebestimmungen, diese wird im Laufe des Donnerstag erwartet. Laut Regierungs-Plänen soll die Einreise aus Coronavirus-Risikogebieten ab Freitag nur noch mit negativem PCR-Test erlaubt sein.

Kritik am Vorgehen der Regierung kommt von NEOS. "Die Regierung hat eine Woche Ankündigungen, vier Regierungsmitglieder und eine Unzahl an verschobenen Pressekonferenzen gebraucht, um die Maskenpflicht in Supermärkten, Banken und Post zu verkünden", so NEOS-Klubobman Nikolaus Scherak. "Die Verordnung dazu kam dann gestern gegen Mitternacht und enthielt überraschend auch Bäckereien und Tankstellen", verwies er auf den Passus, wonach nicht nur Supermärkte, sondern generell der Kundenbereich des Lebensmitteleinzelhandels umfasst ist. "Es ist absolut kein Wunder, wenn sich Menschen nicht mehr auskennen, was wann, wo und wie gilt", so Scherak. "

Der Hygieneexperte und Genetiker Christoph Klaus erinnerte unterdessen daran, auch auf das Desinfizieren der Hände nicht zu vergessen. Dies sei ein ebenso wichtiger Übertragungsschutz bei der Bekämpfung der Coronapandemie wie das Tragen der Masken.

Aufgerufen am 20.04.2021 um 01:35 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/katholische-kirche-verschaerft-corona-massnahmen-90563377

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