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Luftröhre dünn wie Trinkhalm

KFV warnt Eltern vor Erstickungsgefahr bei Kindern

200 Kleinkinder pro Jahr wegen eingeatmeter Fremdkörper in Behandlung

Baby, Kind, Schwangerschaft APA/BARBARA GINDL
200 Kleinkinder müssen pro Jahr wegen eingeatmeter Fremdkörper in einem Krankenhaus behandelt werden. (SYMBOLBILD)

200 Kleinkinder müssen pro Jahr wegen eingeatmeter Fremdkörper in einem Krankenhaus behandelt werden. An sich harmlose Lebensmittel wie Weintrauben, Nüsse oder sogar Würstel können lebensgefährlich werden, wenn sie in die falsche Röhre kommen.

Denn die Luftröhre von Kleinkindern sei kaum breiter als ein Trinkhalm. Davor warnte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) am Donnerstag in einer Aussendung.

Kentnisse über Gefahren und Erste Hilfe wichtig

Kenntnisse über die gefährlichsten Lebensmittel und Kleinteile sowie schnelle Erste-Hilfe-Maßnahmen sind erforderlich, betonte das KFV. In den Jahren 2010 bis 2019 waren rund 2.000 Kinder unter fünf Jahren nach einem solchen Unfall in Spitalsbehandlung. Jedes fünfte war dabei unter einem Jahr alt. Vier Kinder unter fünf starben wegen einer Obstruktion der Atemwege, weil sie Nahrungsmittel oder Kleinteile verschluckt hatten.

Enge Luftröhre bei Kindern

Die bei Kleinkindern sehr enge Luftröhre ist zwar auch in diesem Alter sehr elastisch. "Landet jedoch unabsichtlich ein Gegenstand oder Nahrungsmittel in der Luftröhre, droht Erstickungsgefahr. Gerade z.B. die beliebten Würstel, Erdnüsse oder Weintrauben haben aufgrund ihrer rundlichen Form das Potenzial, die Luftröhre zu verschließen. Zerkleinert bzw. auseinander geschnitten, verringert sich das Risiko", empfahl KFV-Präventionsexpertin Johanna Trauner-Karner.

(Quelle: APA)

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