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Kritik an Kurz und VdB

"Mir persönlich sagt es keiner"

Kickl über Rücktrittsaufforderungen

FPÖ-Innenminister Herbert Kickl
Herbert Kickl wehrt sich gegen die Rücktrittsaufforderungen.

Innenminister Herbert Kickl hat erneut die Rücktrittsaufforderungen in seine Richtung kritisiert. "Bundeskanzler Kurz und Bundespräsident Van der Bellen verlangen meinen Rücktritt als Innenminister", schrieb er auf Facebook. "Ich soll in ein anderes Ressort wechseln, dann 'dürfen" alle anderen bleiben'". Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache postete unterdessen schlicht: "FPÖ - Jetzt erst recht!"

Kickl beklagt sich in seinem Posting am Sonntagabend darüber, dass ihm gegenüber weder Kurz noch Van der Bellen diese Rücktrittsaufforderung geäußert hätten. "Mir persönlich sagt es natürlich keiner der beiden ins Gesicht. Auch war es in den persönlichen Gesprächen und Treffen mit Kurz zur Lösung der aktuellen Krise und zum Fortbestand der Regierung in den letzten Tagen von seiner Seite niemals ein Thema."

ZU DEN RÜCKTRITTSFORDERUNGEN VON KANZLER UND BUNDESPRÄSIDENT GEGEN MICH ALS INNENMINISTER Bundeskanzler Kurz und...

Gepostet von Herbert Kickl am Sonntag, 19. Mai 2019

Er sei "alles andere als ein Sesselkleber", erklärte Kickl. Er wolle aber vom Kanzler und vom Bundespräsidenten "eines wissen": "Was haben meine Ressortführung und Politik seit dem Regierungsantritt mit zwei Jahre alten Aufnahmen aus Ibiza zu tun? Ich sage: Gar nichts."

Kickl: "Kuhhandel gibt es mit mir keinen"

Deshalb erwarte Kickl sich sowohl von Kurz wie auch von Van der Bellen, "den Mut aufzubringen, mir diese Gründe für die Forderung, das Ressort zu verlassen, ins Gesicht zu sagen". Das gleiche erwarte er sich in der Frage, "warum diese Forderung erst nach dem Rücktritt von HC Strache im Laufe des Samstagnachmittags mit immer größerer Heftigkeit gestellt und plötzlich ein Thema wurde". Außerdem will Kickl wissen, warum jemand, "der im Innenministerium nicht tragbar sein soll, für jedes andere Ressort gut genug" ist - "wenn nur das Innenministerium wieder in schwarze Hände kommt?" Wenn man ihn entlassen wolle, dann solle man "wenigstens ehrlich sein". "Kuhhandel gibt es mit mir keinen", betonte er. Am Montag äußert er sich gemeinsam mit dem designierten Parteichef Norbert Hofer vor der Presse.

Strache postete unterdessen am Abend den vor allem seit Auffliegen der Affäre verstärkt genützten FPÖ-Wahlkampfslogan "FPÖ - Jetzt erst recht!". Nach rund zwei Stunden verzeichnete dieses Post mehr als 16.000 Likes und über 4.000 Kommentare.

(APA)

(Quelle: APA)

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