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Jährlicher Anstieg

5.405 Kirchenaustritte in Salzburg

Immer weniger Katholiken in Österreich

Die Zahl der Kirchenaustritte ist im vergangenen Jahr um 14,9 Prozent gestiegen. Gab es Ende 2018 noch 5,05 Millionen Katholiken in Österreich, waren es 2019 nur mehr 4,98 Millionen, berichtete "Kathpress" am Mittwoch. Das entspricht einem Rückgang von 1,35 Prozent. Als Gründe werden Missbrauchsfälle und die Vorwürfe gegen den einstigen Klagenfurter Bischof Alois Schwarz vermutet.

In absoluten Zahlen traten laut vorläufigen Daten der Bischofskonferenz 67.583 Personen im vergangenen Jahr aus der römisch-katholischen Kirche aus. 2018 waren es laut amtlicher Statistik 58.807. Die Diözesen meldeten dabei unterschiedlich stark akzentuierte Entwicklungen. In einigen gab es moderate Anstiege bei den Kirchenaustrittszahlen, bei anderen waren die Anstiege deutlicher ausgeprägt, wie etwa in Kärnten.

Kirchenaustritt 2019 APA

Starker Anstieg in Salzburg

In der Erzdiözese Salzburg wird die Gesamtzahl der Katholiken mit 460.106 angegeben. 5.405 Personen verließen 2019 die katholische Kirche, das sind 11,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Meiste Kirchenaustritte im Jahr 2010

Vergleicht man die Austritte mit jenen der Jahre zuvor, ist diesmal ein überdurchschnittlich starker Anstieg zu verzeichnen. 2018 betrug dieser 8,7 Prozent, 53.698 Menschen verließen damals die Kirche. Einen historischen Höchststand gab es 2010 mit 85.960 Austritten. Dies war zu einem Gutteil auf das Bekanntwerden von Missbrauchsfällen im kirchlichen Bereich zurückzuführen.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 09.08.2020 um 07:18 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/kirchenaustritte-steigen-auf-68-000-pro-jahr-82032766

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