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Nach 5-Fach-Mord

Kitzbühel steht unter Schock

"Trauer ist sehr groß"

In Kitzbühel hat nach dem Fünffachmord in den frühen Sonntagmorgenstunden auch am Montag immer noch Schockstarre geherrscht. "Die Stimmung ist betrübt und die Trauer ist sehr groß", sagte Bürgermeister Klaus Winkler im Gespräch mit der APA. Die Bürger der Gamsstadt seien nach wie vor fassungslos angesichts der schrecklichen Tat, so der Ortschef.

Die Tat beschäftige die gesamt Stadt. "Jeder aus der Stadt kannte zumindest einen aus der getöteten Familie", sagte Winkler. Es sei einfach nicht nachvollziehbar, warum der 25-Jährige diese Tat begangen habe. Auch er sei sehr gut in die Stadtgemeinschaft integriert gewesen und habe sich auch gemeinnützig in Vereinen engagiert.

Kitzbühel: Vater des Verdächtigen "fassungslos"

Auch mit dem Vater des Verdächtigen konnte er mittlerweile sprechen, erzählte der Bürgermeister. "Er ist völlig fassungslos", meinte Winkler. In den kommenden Tagen soll es eine Gedenkveranstaltung oder eine Gedenkmesse für die Verstorbenen geben. Diesbezüglich sei man aber noch in Abstimmung. Indessen hat die Tiroler Landesregierung im Rahmen der Regierungssitzung am Montag eine Gedenkminute abgehalten. Die Regierungsmitglieder zeigten sich angesichts der Tat schwer erschüttert.

Spurensicherung abgeschlossen

Am Montag kehrt in dem abgelegenen Ortsteil, in dem sich die Bluttat ereignet hat, langsam wieder Stille ein. Nur wenig deutet noch auf die schreckliche Tat hin, die sich hier vor etwas mehr als 24 Stunden ereignet hat. Mehrere Kerzen und Rosen liegen in der Hauseinfahrt, die Tür wurde mit einem Polizeiabsperrband versiegelt.

Die Spurensicherung der Polizei ist wieder abgezogen und das zertrümmerte Fenster, über das sich der Täter Zutritt zu der Einlegerwohnung verschafft hatte, in der seine Ex-Freundin und ihr neuer Freund schliefen, wurde mit Holzlatten verschlossen. Nur noch einige wenige Journalisten befinden sich in der Nähe des Hauses. Passanten sind in dem abgelegenen Ortsteil kaum welche zu sehen. Das Auto des getöteten Eishockeyspielers steht noch vor dem Haus.

Großteil der Journalisten abgezogen

Auch im Kitzbüheler Ortszentrum kehrt langsam wieder der Schein von Normalität ein. Eine schwarze Fahne hängt vor dem Rathaus. Passanten, die vorbei gehen, schauen hin und wieder hoch. Der Bürgermeister sieht sich noch mit Interviewanfragen konfrontiert, der Großteil der Journalisten ist aber bereits wieder abgezogen.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 21.10.2019 um 12:59 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/kitzbuehel-nach-fuenffachem-mord-unter-schock-77333932

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