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Koalition

Verhandlungen dauern im Schnitt 68,4 Tage

20190929_PD20020.HR.jpg APA/Helmut Fohringer
Koalitionsgespräche zwischen Kurz und Kogler dürften sich schwierig gestalten.

Die ÖVP hat zwar nach der Nationalratswahl vom Sonntag drei Optionen für mögliche Zweier-Koalitionen - mit der SPÖ, der FPÖ und den Grünen. Dass es deshalb einfach und schnell gehen wird, ist aber dennoch nicht zu erwarten. ÖVP-Obmann Sebastian Kurz hat auch bereits die Vermutung geäußert, "dass es dieses Mal etwas herausfordernder werden könnte".

Nach der letzten Wahl 2017 hat es 64 Tage gedauert, bis Türkis und Blau zur Angelobung geschritten sind. Rechnet man alle 22 Regierungsbildungen inklusive Alleinregierungen der Zweiten Republik zusammen, dann liegt die durchschnittliche Dauer bei 60,7 Tagen. Wenn man nur die bisher 17 Koalitionsverhandlungen berücksichtigt, dann dauerten diese im Schnitt 68,4 Tage.

Längste Verhandlung dauerte 129 Tage

Am längsten, nämlich 129 Tage, mussten die Österreicher 1962/63 warten, bis ÖVP und SPÖ - widerstrebend - zum letzten Mal vor der Phase der Alleinregierungen einig wurden. Dass die Große Koalition meist keine Liebesheirat war, zeigt sich auch an der Verhandlungsdauer: Sieben Mal brauchten SPÖ und ÖVP länger als Türkis-Blau vor zwei Jahren.

ÖVP/FPÖ verhandelten 124 Tage

Die zweitlängsten Verhandlungen legten ÖVP und FPÖ 1999/2000 mit immerhin 124 Tage hin. Nach langwierigen Sondierungen bemühten sich allerdings erst SPÖ und ÖVP um die Fortsetzung der Großen Koalition, nach deren Scheitern stand Schwarz-Blau unter Wolfgang Schüssel (ÖVP) dann binnen elf Tagen.

(Quelle: APA)

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