Jetzt Live
Startseite Österreich
Vierte Welle flacht ab

Corona-Kommission erwartet Anstieg zum Jahreswechsel

15.000 tägliche Neuinfektionen bald real

Symb_Coronavirus Symb_Covid Symb_Neuinfektionen pixabay
Wie Prognosen zeigen, ist bald wieder mit rund 15.000 täglichen Neuinfektionen zu rechnen. (SYMBOLBILD)

Schon in der kommenden Woche könnte die Omikron-Variante das Kommando übernehmen und rund um den Jahreswechsel wieder zu steigenden Fallzahlen führen. Davon ging die Corona-Kommission laut Aussendung in ihrer gestrigen Sitzung aus.

Vorerst ist die Lage entspannt wie lange nicht. Das Burgenland wurde auf der Ampel auf "gelb" geschalten, was nur noch mittleres Risiko bedeutet. Neben Wien sind Niederösterreich, die Steiermark, Salzburg und der Gesamtstaat orange.

Vorarlberg aktuell mit schlechtestem Wert

Das bedeutet, laut dem aktuellen Zahlenmaterial erfüllen nur noch knapp Oberösterreich und Kärnten und deutlich Tirol und Vorarlberg die Kriterien für die Einstufung in die rote Zone des sehr hohen Risikos. Ausschlaggebend dafür ist die Risikozahl, die neben den Neuinfektionen auch Alter der Betroffenen und Impfstatus berücksichtigt. Unter 50 ist man im gelben Bereich, was das Burgenland mit 45,9 schafft. Bis 100 geht die orange Zone des hohen Risikos, in der Wien nun neue Gesellschaft erhält, und darüber beginnt der Höchstrisiko-Sektor. Den schlechtesten Wert weist Vorarlberg mit 212,6 auf. Nicht viel besser liegt Tirol mit 195.

Trend in allen Bundesländern rückläufig

Noch ist der Trend in sämtlichen Bundesländern fallend und das deutlich. Auch in allen Bezirken gingen die Fallzahlen in den vergangenen zwei Wochen nach unten und das praktisch überall im zweistelligen Prozentbereich. Was die rohe Sieben-Tages-Fallzahl angeht, sind mittlerweile sechs Bezirke im Burgenland sowie Murau und Korneuburg unter der früher magischen Grenze von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner angelangt. Verhältnismäßig die wenigsten (aufgedeckten) Neuinfektionen gab es in Eisenstadt-Stadt. Noch immer sehr hoch, wenn man das baldige Eintreffen der Omikron-Welle bedenkt, ist die Inzidenz in Vorarlberg mit knapp 346.

Spitäler weiterhin noch voll

Die Ampel-Kommission warnt, dass die Belagsstände auf Intensiv-und Normalstationen aufgrund der vierten Epidemiewelle nach wie vor eine hohe Belastung aufweisen, die sich langsam reduziert, so dass neuerliche starke Zugänge "nicht ohne Versorgungseinschränkungen bewältigt werden könnten". Eine Überlastung des Gesundheitssystems sei "eine realistische Gefahr".

Fallzahlen von 15.000 zu erwarten

Aufgrund der Beratungen in der gestrigen Sitzung der Kommission sei davon auszugehen, dass die Omikron-Variante bereits in der kommenden Woche die dominante in Österreich werden könnte. Simulationen zeigten, dass bereits demnächst Fallzahlen wie am Höhepunkt der letzten Welle (rund 15.000 Fälle) eintreten könnten. Unklar blieben allerdings die Auswirkungen auf die Spitäler. Unterstützt werden unabhängig davon die zuletzt von der Politik beschlossenen Einschränkungen.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 22.05.2022 um 12:29 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/kommission-erwartet-anstieg-zum-jahreswechsel-114494392

Kommentare

Mehr zum Thema