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Tragödie in Kottingbrunn

Auch elf Monate alter Sohn stirbt

Mutter und beide Kinder getötet

Nach der Bluttat am Sonntag in Kottingbrunn (Bez. Baden) in Niederösterreich, bei der ein 31-Jähriger seine 29-jährige Ehefrau und die zwei Jahre alte Tochter erstochen haben soll, ist nun auch der elf Monate alte Sohn tot.

Der tatverdächtige Ehemann und Vater (31) war nach Polizeiangaben geständig, seine Familie getötet zu haben. Ein Ehestreit soll der Auslöser gewesen sein.

Beziehungsprobleme als Auslöser

Das Motiv der Tat dürfte in Beziehungsproblemen liegen, sagte Omar Haijawi-Pirchner, Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich, am Montag am Rande einer Pressekonferenz in St. Pölten. Nicht näher habe sich der Beschuldigte dazu geäußert, warum er auch die Kinder getötet hat. Er habe nicht sehr reuig gewirkt. Die Ermittler wollten nun den genauen Tatablauf klären, so Haijawi-Pirchner.

Der Beschuldigte wurde in die Justizanstalt eingeliefert, teilte Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, auf APA-Anfrage mit. Ermittelt werde wegen des Verdachts des dreifachen Mordes. Die Verhängung der U-Haft über den 31-Jährigen wurde beantragt.

Kottingbrunn: Mutter und zwei Kleinkinder getötet

Es deute alles darauf hin, dass Beziehungsstreitigkeiten die Tat ausgelöst haben, sagte auch Habitzl. Den elf Monate alten Sohn habe der Beschuldigte mutmaßlich ersticken wollen.

Der Bub wurde Sonntagvormittag "mit schwerer Atemnot in lebensbedrohlichem Zustand" von einem Notarzthubschrauber ins Wiener Donauspital geflogen. Letztlich gab es auch für ihn keine Hilfe mehr. Das Kind starb am Montag in den Morgenstunden an den erlittenen Verletzungen, die von einem Würge- bzw. Erstickungsakt hergerührt haben sollen.

Die 29- und die Zweijährige waren erstochen worden. Sie wurden leblos im Obergeschoß des Reihenhauses der Familie in der etwa 7.000 Einwohner zählenden Marktgemeinde Kottingbrunn aufgefunden. Als mutmaßliche Tatwaffe wurde ein Küchenmesser sichergestellt.

"Menschliche Tragödie mit fatalen Folgen"

Die Staatsanwaltschaft hat die Obduktionen der Leichen angeordnet. Mit vorläufigen Ergebnissen wird laut Habitzl frühestens am Dienstag gerechnet.

"Unfassbares ist passiert. Eine menschliche Tragödie mit fatalen Folgen", meinte Mirsad Musliu, der Rechtsvertreter des 31-Jährigen. Ein Ehestreit um eine im Raum stehende Scheidung soll die Tat ausgelöst haben. Gegenüber seinem Verteidiger habe der Beschuldigte das Gewaltverbrechen mit einem "Blackout" bzw. "psychischer Überforderung" erklärt, wie Musliu im Gespräch mit der APA darlegte. Der Mann - ein HTL-Ingenieur - sei bisher strafrechtlich nie in Erscheinung getreten.

(Quelle: APA)

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