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Ab ins Winterquartier

Kraniche ziehen über Österreich hinweg

Trupps mit bis zu 1.500 Tieren am Himmel

SB: Kranich, Zugvoegel, APA/BIRDLIFE/CHRISTOPH BOSCH
Mit seinen langen Beinen und seinem schlanken Hals ist der europäische Kranich bis zu 1,30 Meter hoch. (SYMBOLBILD)

Österreich wird in den kommenden Wochen ein Vogelpaar weniger beherbergen: Denn die Kraniche haben den Zug in ihre Winterquartiere im Süden begonnen. Unter ihnen befindet sich auch ein Brutpaar aus dem Waldviertel - keine Selbstverständlichkeit übrigens. Denn von 1885 bis 2018 galt der Kranich als Brutvogel in Österreich als ausgestorben, berichtete die Vogelschutzorganisation BirdLife am Dienstag in einer Aussendung.

Die Kraniche ziehen derzeit in großen Trupps aus ihren Brutgebieten - grob umrissen Nord-, Ost- und nördliches Mitteleuropa - in ihre Winterquartiere im Süden ab. Dabei sind sie in großen Trupps unterwegs: Wäre kein Hochnebel, könnten man sie auch sehen und nicht nur hören. Von Salzburg über Oberösterreich, in Niederösterreich, Wien, Burgenland, der Steiermark sowie vereinzelt auch in Kärnten können sie derzeit im Flug beobachtet werden. Die größten Trupps mit bis zu 1.500 Individuen sind zurzeit über Niederösterreich (St. Valentin: 800 Individuen), Oberösterreich (Ried im Innkreis: 500) und dem Salzburger Flachgau (Obertrumersee: 1.500 Individuen) unterwegs.

Kraniche kilometerweit zu hören

Mit seinen langen Beinen und seinem schlanken Hals ist der europäische Kranich bis zu 1,30 Meter hoch. Er ist laut BirdLIfe ein äußerst lautstarker Vogel. Die trompetenähnlichen Rufe sind über mehrere Kilometer hörbar - gerade jetzt, wenn große Trupps entlang der baltisch-ungarischen Zugroute von ihren Brutplätzen aus Skandinavien und Osteuropa über Österreich nach Frankreich, Spanien oder Nordafrika ziehen.

Einziger Rastplatz in Österreich

"Eine erste, kleinere Durchzugswelle konnten wir bereits Ende Oktober beobachten. Nun scheinen sich die restlichen Kraniche auf den Weg in den Süden zu machen. Die erwarteten Spitzenwerte sind heuer noch nicht erreicht", erläuterte Norbert Teufelbauer, Ornithologe bei BirdLife Österreich. "Gute Plätze zur Beobachtung des Kranichzugs sind der Neusiedler-See und der Hansag, denn dort ist der einzige österreichische Rastplatz, wo sich aktuell rund 2.000 Kraniche aufhalten."

(Quelle: APA)

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