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Keine Kündigungen

Kurzarbeit bei Sachertorten-Manufaktur

Torte während Lockdowns nicht erhältlich

20190218_PD5595.HR.jpg APA/Hans Punz/Archiv
Während des Lockdowns war die Sachertorte gar nicht erhältlich, seit dem 13. Mai läuft die Manufaktur wieder.

Während in den Sacher-Hotels 140 Menschen gekündigt worden sind, bleiben die Jobs in der Sachertorten-Produktion erhalten. Es gebe keine Kündigungen in dem Bereich, aber man habe für einen Großteil der Mitarbeiter Kurzarbeit in Anspruch genommen und plane nun auch die dritte Tranche der Kurzarbeit zu nutzen, sagte Sacher-Chef Matthias Winkler zur APA.

Von der Coronakrise blieben allerdings auch die Original Sachertorten nicht verschont: "Wir spüren sowohl beim Versand als auch im Verkauf Einbußen, diese liegen bei rund 50 Prozent und damit deutlich besser als in Hotellerie und Gastronomie", so Winkler. 41 Personen sind im Schnitt in der Torten-Sparte beschäftigt. Während des corona-bedingten Lockdowns war die traditionsreiche Mehlspeise mit Schokoladenglasur und Marillenmarmelade in der Originalversion gar nicht mehr erhältlich, seit dem 13. Mai läuft die Manufaktur wieder.

Sacher: 140 Mitarbeiter gekündigt

Für die 140 Mitarbeiter, die in den Sacher-Hotels in Salzburg und Wien am Dienstag gekündigt wurden, gebe es umfangreiche Sozialpläne. Zudem verspricht Winkler den Betroffenen eine Wiedereinstellung, wenn das Geschäft wieder anläuft, sagte er dem ORF gestern.

(Quelle: APA)

Kündigungen in den Sacher-Hotels

Hotel Sacher, Salzburg, Altstadt APA/BARBARA GINDL
Das Bild zeigt die rechte Altstadtseite mit dem Hotel Sacher (Österreichischer Hof,l.), Hotel Bristol (r.) und dem Schloß Mirabell (m.) in Salzburg.

Die Sacher-Hotels kündigen per heute 140 Mitarbeiter. In Wien sind 105 Menschen betroffen, in Salzburg 35. Das sagte Matthias Winkler von den Sacher-Hotels am Rande eines Medientermins am Dienstag in Wien. Für den Rest der Belegschaft bleibe Kurzarbeit. "Wir wissen nicht ob wir sie überhaupt wie vorgesehen zu 30 Prozent beschäftigen können. Dramatischer kann eine Situation nicht sein", so Winkler.

Der Umsatz bei Sacher werde heuer nur bei 25 Prozent von zuletzt (Vorjahr: rund 100 Mio. Euro) liegen. Kommendes Jahr würden es "vielleicht 30 bis 35 Prozent". Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) hatte zu einem Termin mit dem Vertreter der EU-Kommission in Österreich, Martin Selmayr, und Unternehmern geladen, um für den erweiterten Fixkostenzuschuss zu argumentieren. Denn die Kommission sah diesen zuletzt kritisch. Er sieht auch 100-prozentige Zuschüsse vor und hat eine längere Dauer vorgesehen als in der ersten Phase. Das Gespräch dauerte am Vormittag noch an.

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