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Kontrollen verstärkt

Landeverbote: Anschober "möchte kein Risiko"

Verbote keine Grenzschließung

"Wir wollen, dass es zu keinem Risiko kommt", hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zu den Landeverboten für mehrere Länder des Balkan gesagt, die am Donnerstag in Kraft treten. "Wir wollen die Kontrollen verstärken und Maßnahmen setzen" angesichts der steigenden Corona-Ansteckungszahlen in den betroffenen Staaten, sagte Anschober am Dienstag in Paris.

Österreich habe den betroffenen Ländern auch Unterstützung angeboten, die Corona-Situation in den Griff zu bekommen, betonte der Gesundheitsminister.

Landeverbote: Einreise auf Landweg möglich

Wie das Ministerium unterstrich, handelt es sich bei den Landeverboten nicht um Grenzschließungen. Auf dem Landweg könne man weiterhin nach Österreich einreisen, wenn man einen aktuellen Corona-Befund mithat oder für zwei Wochen in Heimquaratäne geht.

(Quelle: APA)

Anschober weitet Landeverbote massiv aus

Anschobers neue Verordnung gilt ab Donnerstag
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (G) im Rahmen einer Sitzung des Ministerrates in Wien am Mittwoch, 08. Juli 2020.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie setzt Österreich in noch stärkerem Ausmaß auf Landeverbote für Luftfahrzeuge aus sogenannten "SARS-CoV-2 Risikogebieten". Durften bisher Flugzeuge aus acht Staaten und einer Region Italiens nicht in Österreich landen, umfasst die Liste laut einer neuen Verordnung von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) ab Donnerstag nun 18 Staaten.

Gute Nachrichten gibt es lediglich für die italienische Region Lombardei, die Anschober von der Risikoliste gestrichen hat und aus der ab dem 16. Juli wieder Flugzeuge direkt nach Österreich fliegen dürfen. Als Paukenschlag darf hingegen die massive Ausweitung des Verbots auf zehn weitere Staaten gelten: Ab Donnerstag dürfen Flugzeuge aus allen Ländern des Westbalkan, aus Bulgarien, Rumänien, der Republik Moldau sowie Ägypten nicht mehr in Österreich landen.

Deutliche Auswirkungen sind ab diesem Zeitpunkt auf das reduzierte Streckennetz der Austrian Airlines zu erwarten: Aktuelle Verbindungen aus Belgrad, Bukarest, Kairo, Podgorica, Sarajevo, Sibiu, Skopje, Sofia, Tirana und Varna nach Wien-Schwechat müssen zumindest bis Ende Juli gestrichen werden.

Keine Flüge aus Großbritannien nach Österreich

Für die schon bisher vom Landeverbot betroffenen Staaten wird sich einstweilen nichts verändern: Flüge aus Weißrussland (Belarus), China, Großbritannien, dem Iran, Portugal, Russland, Schweden und der Ukraine nach Österreich sind weiterhin untersagt.

Landungen aus allen gelisteten Staaten bleiben in einigen Ausnahmekategorien möglich. Darunter fallen Flüge im Interesse der Republik, aber auch Landungen von Flugzeugen, die Frachten, Kranke, zu repatriierende Österreicher, Pflegepersonal oder Erntehelfer ins Land bringen.

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