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Lange Nacht der Forschung am 4. April

Zahlreiche Forschungsinstitute öffnen ihre Pforten Salzburg24
Zahlreiche Forschungsinstitute öffnen ihre Pforten

Wann hat man schon Gelegenheit, an einem Abend live eine Kunstherz-Implantation zu verfolgen und dem Generaldirektor des Kernforschungszentrums CERN zuzuhören? Am Freitag (4. April) ist dies bei der sechsten "Langen Nacht der Forschung" (LNF) möglich. Erstmals in allen neun Bundesländern öffnen an 234 Standorten Forschungsinstitute ihre Tore und geben Einblicke in die Welt der Forschung.

Mit 1.760 Stationen in 37 Regionen wartet eine Rekordzahl an Angeboten auf die Besucher. Die haben in der Kernzeit von 17 bis 23 Uhr, an manchen Stationen auch länger, bei freiem Eintritt die Gelegenheit aktuelle Forschungsprojekte, neue wissenschaftliche Erkenntnisse und spannende Technologien von den Forschern selbst präsentiert zu bekommen. Und das nicht nur an Universitäten, sondern auch an Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen, zahlreichen außeruniversitären Forschungsinstituten, innovativen KMU und globalen Konzernen.

In Wien teilen sich die 283 Stationen auf 43 Ausstellungsorte auf. Viel los sein wird in der Aula der Wissenschaften, wo etwa um 18.30 Uhr der Generaldirektor des Europäischen Kernforschungszentrums CERN, Rolf-Dieter Heuer, einen Vortrag halten wird. Dem heuer seit 60 Jahren bestehenden CERN ist zudem eine Ausstellung gewidmet. Wohl etwas weniger ernst werden Jungforscher beim "Science Slam" ab 20.00 Uhr ihre Projekte präsentieren. Im Hörsaalzentrum des Wiener AKH kann man per Video-Übertragung live bei einer Kunstherz-Implantation dabei sein, die Herzchirurg Daniel Zimpfer ab 19.30 Uhr durchführen wird.

In Graz kann man einen Blick in eine der größten Sammlungen biologischer Proben in ganz Europa machen, die Biobank an der Medizin-Uni Graz. Die FH Joanneum stellt ihre Arbeit im Rahmen eines "Science Slams" vor und öffnet auch das Luftfahrtlabor und das Fahrzeugtechnik-Institut. Alleine in Graz verteilen sich insgesamt 201 Stationen auf 28 Ausstellungsorte, zudem gibt es in Leoben Angebote.

In Niederösterreich gibt es 322 Stationen in Krems, Tulln, Wiener Neustadt, Wieselburg, St. Pölten, Baden und Klosterneuburg. In letzterem präsentiert sich nicht nur das Institute of Science and Technology (IST) Austria, sondern auch das Wolfsforschungszentrum Ernstbrunn. In St. Pölten wird bei Voith Hydro die größte Turbine der Welt ausgestellt.

Das umfangreichste Programm bietet Oberösterreich, wo in zehn Regionen an 95 Ausstellungsorten über 450 Stationen geboten werden. Die LNF kann in Linz, Wels, Steyr, Hagenberg, Braunau, Ried, Grieskirchen, Gmunden, Vöcklabruck und im Ennstal besucht werden. Am AKH Linz ist etwa der kleinste Herzschrittmacher der Welt zu sehen.

In Salzburg konzentriert sich das Geschehen weitgehend auf die Landeshauptstadt, wo an zehn Standorten an die 100 Stationen zu besichtigen sein werden. Auch in Kärnten setzt man auf kurze Wege. Dort findet die LNF an zwei Ausstellungsorten in Klagenfurt statt, u.a. kann man einem 3D-Drucker bei der Arbeit zusehen. In Tirol werden in Innsbruck, Hall und Kufstein an über 200 Stationen Einblicke in die Forschungsarbeit geboten - konkret etwa im Rahmen eines Vortrags in die Europäische Südsternwarte und ihre riesigen Teleskope.

Das Burgenland wartet mit 75 Stationen an den drei Standorten Eisenstadt, Pinkafeld und Güssing auf. Und in Vorarlberg wird die in Dornbirn konzentrierte LNF von einem humanoiden Roboter eröffnet, der am Labor für künstliche Intelligenz an der Uni Zürich unter Mitarbeit Vorarlberger Unternehmen entwickelt wurde.

(Quelle: S24)

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