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Magnitude von 2,2

Leichtes Erdbeben in Tirol

Epizentrum südlich von Innsbruck

symb_Erdbeben, Seismograph, SB dpa/Oliver Berg
Die Erdstöße erreichten eine Magnitude von 2,2. (SYMBOLBILD)

Ein leichtes Erdbeben hat sich Freitagvormittag südlich von Innsbruck bei Mutters in Tirol ereignet. Wie der Österreichische Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik meldete, erreichten die Erdstöße eine Magnitude von 2,2.

Das Beben ereignete sich um 8.25 Uhr und wurde im Bereich des Epizentrums deutlich verspürt. Schäden an Gebäuden sind keine bekannt und aufgrund der Magnitude auch nicht zu erwarten, hieß es. Der Österreichische Erdbebendienst ersuchte, das Wahrnehmungsformular auf der Homepage http://www.zamg.ac.at/bebenmeldung auszufüllen oder schriftliche Meldungen an die Adresse Hohe Warte 38, 1190 Wien zu schicken.

(Quelle: APA)

Wie gefährlich sind Erdbeben in Österreich?

20130920_PD0796.HR.jpg APA/Georg Hochmuth/Archiv
73 spürbare Erdbeben wurden im Vorjahr in Österreich verzeichnet. (SYMBOLBILD)

Gleich zwei Erdbeben wurden vergangene Woche im Raum Admont in der Obersteiermark gemessen. Die Erdstöße waren dabei auch in Teilen Salzburgs spürbar. Wir haben bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) nachgefragt, wie gefährlich Erdbeben in Österreich sind.

In Admont wurde Mittwochmorgen ein Erdbeben gemessen. Bei einer Magnitude von 4,5 nahmen viele Menschen wackelnde Tische wahr und Kastentüren sprangen auf. In der Wallfahrtskirche Frauenberg gingen sogar Fenster kaputt und Teile der Deckenmalerei bröckelten ab. Am Samstag ereignete sich dann noch ein Nachbeben, hier wurde jedoch lediglich eine Magnitude von 2,2 gemessen.

 

Stärkere Erdbeben alle fünf bis sechs Jahre

"Die beiden Erdbeben in Admont sind österreichweit gesehen nicht so ungewöhnlich. Solche Erdbeben ereignen sich im langjährigen Durchschnitt etwa alle sechs Jahre in Österreich", erklärt Anton Vogelmann, Seismologe bei der ZAMG im Gespräch mit SALZBURG24. Die Erdstöße waren dabei in ganz Österreich mit Ausnahme von Vorarlberg spürbar.

Starke Schwankungen bei Zahl der spürbaren Beben

In Österreich sei derzeit jedoch kein Anstieg bei seismologische Aktivitäten zu verzeichnen, wie Vogelmann weiter ausführt: "So etwas lässt sich aus den Ereignissen der letzten Jahrzehnte nicht ableiten. Die Zahl der spürbaren Erdbeben schwankt jedoch relativ stark." So gebe es in manchen Jahren etwa 20 bis 30 Beben, 2020 waren es wiederum 73 Erdstöße, die in Österreich verspürt wurden.

 

Mäßige Erdbebentätigkeit in Österreich

In Europa treten die meisten Erdbeben im Mittelmeerraum auf: "Hier verläuft die Grenzen der eurasischen und der afrikanischen Kontinentalplatte. An dieser Grenze kommt es zu den häufigsten und stärksten Erdbeben", teilt Vogelmann mit. Österreich liegt jedoch schon ein Stück von dieser direkten Plattengrenze entfernt, weshalb hierzulande nur eine mäßige Erdbebentätigkeit verzeichnet wird.

Die heimischen Erdstoß-Hotspots

Dennoch gibt es auch in Österreich Erdbeben-Hotspots: "In Österreich ereignen sich die meisten Erdbeben entlang großer, Millionen Jahre alter Bruchlinien in der Erdkruste." Als Beispiele nennt der Seismologe hier:

  • das Inntal und einige Seitentäler
  • das Mur-Mürztal
  • das Wiener Becken

Erdbeben in Salzburg alle 42 Jahre

Laut dem ZAMG-Seismologen sei das Wiener Becken die am stärksten gefährdete Region in Österreich. Im Bundesland Salzburg hingegen werden sehr wenige Erdbeben verzeichnet: "Zum Vergleich, in Gesamtösterreich ereignet sich ein Beben mit einer Magnitude von 4,5 im langjährigen Durchschnitt etwa all fünf bis sechs Jahre. In Salzburg kommt es zu einem solchen Beben nur alle 42 Jahre." Das letzte stärkere Beben wurde im Dezember 2011 im Raum Radstadt (Pongau) mit einer Magnitude von 3,8 verzeichnet. Schäden und Risse an Häuserfassaden wurden damals festgestellt.

Stärkstes Beben 1972 in Seebenstein

Das stärkste Beben in Österreich wurde im April 1972 in Seebenstein in Niederösterreich verzeichnet. Die Erdstöße erreichten eine Stärke von 5,3 auf der Richterskala. Damals wurden zahlreiche Rauchfänge beschädigt, zwei ältere Gebäude stürzten ein. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Seismologen rechnen mit einem solchen Beben etwa alle 50 bis 70 Jahre.

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