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Frequency Festival

Macklemore punktet bei den Fans

Es kann einem schon bekannt vorkommen: Der Bass dröhnt, vor der Bühne gibt es kaum ein durchkommen mehr, und der Geruch am Gelände ist nach drei Tagen auch nicht mehr der beste. Trotzdem spielen Wiederholungen auf Festivals keine kleine Rolle. Sie können manchmal sogar Grund zur Freude sein. Wie etwa bei US-Rapper Macklemore am Schlusstag des diesjährigen Frequency in St. Pölten.

Wir erinnern uns zurück: Auf den Tag genau vor zwölf Monaten sorgte Ben Haggerty, wie der Musiker bürgerlich heißt, schon einmal für ein volles Haus in diesen Gefilden. Seine Musik, seine Show, seine Botschaft - sie haben sich seitdem kaum geändert. Machte auch nichts, denn immer noch ist diese sehr gut verdauliche Form des Hip-Hop, die manchmal elektronisch unterfüttert daherkommt, dann wieder eher auf handgemachten Charakter abzielt, letztlich aber vor allem eingängig sein will, für eine Veranstaltung dieser Ausrichtung und Größenordnung wie gemacht.

Rapper aus USA und Berlin

Das wurde schon beim Opener "Ain't Gonna Die Tonight" deutlich, der Motto und Richtung vorgab. Spaß haben, gemeinsam feiern, einfach eine gute Zeit verbringen: Die Eckpunkte waren nicht schwer auszumachen, und Macklemore wurde auch nicht müde, sein Mantra in die angenehme Sommernacht zu schreien: "Wir gehören alle zusammen!" Da mag zwar Kritik an US-Präsident Donald Trump vorkommen, wichtiger scheint aber trotzdem, die Menschlichkeit hervorzukehren. Schließlich werde dieser Planet erst durch all seine unterschiedlichen Individuen zu dem, was er ist, so Macklemore, der mit diesen Worten das große "Same Love" einläutete.

Eher auf sich bezogen schien da hingegen der Auftritt des höchst erfolgreichen Deutschrappers Capital Bra samt Entourage und Mini-Nachbildung des Brandenburger Tores direkt davor. Knallige Beats, prollige Attitüde, und der Style natürlich "Nur noch Gucci" - man musste nicht zweimal überlegen, um diese Darbietung zu verorten. Genossen hat sie die Masse aber dennoch, zog der Berliner Capital Bra doch wie kaum ein anderer zuvor die tausenden Fans vor die Space Stage.

Frequency Festival geht zu Ende

Ohnehin waren es schlussendlich gar nicht so wenige Gitarren, die bei diesem Frequency trotz des sehr EDM- und Rap-lastigen Programms für Highlights sorgten. Nämlich auch The Offspring: Der Kultband um Sänger Dexter Holland war es beschieden, die Green Stage zu beschließen. Ausgelassen wurde zu diesem Anlass nichts, von "Pretty Fly" bis "Self Esteem" gab es eine kleine Zeitreise in die 90er. Das mag vielleicht derzeit nicht ganz so angesagt sein wie so manch anderer Sound, der in den vergangenen drei Tagen erklungen war. Aber zum Glück gibt es immer noch Platz und Nachfrage dafür. Und wer weiß: Gelungene Wiederholungen sind am Frequency ja keine Seltenheit.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 15.09.2019 um 07:04 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/macklemore-punktet-beim-frequency-74976502

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