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Unterschiedliches Vorgehen

Diese Bundesländer setzen weiter auf Massentests

Salzburg mit anderer Strategie

Nachdem sich das Freitesten aus dem Lockdown erübrigt hat, gehen die Bundesländer nun unterschiedlich mit den eigentlich für das übernächste Wochenende geplant gewesenen Massentests um. Die Spanne reicht von Abhalten wie geplant über Verschieben bis Absagen.

In Niederösterreich will man die Tests wie vorgesehen durchführen. Weil für den 16. und 17. Jänner schon jetzt mehr als 50.000 Landsleute angemeldet seien, "werden wir dieses freiwillige Angebot für alle, die es nutzen wollen, daher gerne aufrechterhalten". Gleichzeitig werde ein Konzept für regelmäßige Testinfrastrukturen ausgearbeitet, hielt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) fest.

Salzburg setzt auf Gratis-Schnelltests

Auch Wien hält an seinen ursprünglichen Plänen fest. Getestet wird von 8. bis 17 Jänner wieder an jenen drei Standorten, die auch beim ersten Anlauf gewählt wurden: In der Stadthalle, der Messe Wien und der Marx Halle. Die Aufbauarbeiten dafür sind bereits im Gange.

In Salzburg läuft das vom Land und vom Rotem Kreuz seit 21. Dezember durchgehend angebotene kostenlose Testangebot mit heute, 5. Jänner, aus. Nach einigen Tagen Pause, in welcher der neue Testplan aufgestellt wird, soll dann feststehen, an welchen Teststationen in den Bezirken die Gratis-Schnelltests weiterhin möglich sind. Auch zu welchem Zeitpunkt sie ihren Betrieb aufnehmen, soll noch diese Woche kommuniziert werden. Ab spätestens 18. Jänner sollen dann auch die Test-Kapazitäten für bestimmte Gruppen - etwa für das Lehrpersonal, Schülerinnen und Schüler, bestimmte Berufsgruppen und Unternehmen - laut dem Land enorm ausgebaut werden.

Oberösterreich verschiebt Massentests

In Vorarlberg wurde der für das Wochenende von 15. bis 17. Jänner angekündigte Massentest gestrichen. "Ohne die Möglichkeit des Freitestens mache der Massentest keinen Sinn, zudem müsse man für die Zeit nach dem 24. gerüstet sein, sagte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP). Die sieben Teststationen sollen zu Impfstraßen umgerüstet werden.

Auch in Tirol sind die Massentests passe. Man fokussiert sich im stattdessen weiter auf die kostenlosen, laufenden Antigen-Tests. Diese würden über den 10. Jänner, das ursprünglich einmal festgesetzte vorläufige Enddatum hinaus, fortgesetzt, teilte das Land mit. Seit 19. Dezember seien rund 100.000 Personen getestet worden.

Oberösterreich verschiebt die Massentests um eine Woche. Sie sollen nun vom 22. bis 24. Jänner im Vorfeld des geplanten Hochfahrens am 25. Jänner stattfinden. Nach dem 25. soll es dann flächendeckend Möglichkeiten für freiwillige Testungen geben. Die entsprechende Struktur wird derzeit erarbeitet.

Steiermark setzt auf Schnelltests

Die Steiermark setzt ab Montag, 11. Jänner ihre Teststrategie in Sachen Covid-19 neu auf: An sechs Teststationen werden kostenlos Antigen-Schnelltests angeboten. Es sind dies die Standorte wie vor Weihnachten: Leibnitz, Graz, Gleisdorf, Bruck an der Mur, Judenburg und Liezen. Ab Freitag, 22. Jänner, kommen 13 Standorte dazu, diese bilden den Auftakt der regelmäßigen Bevölkerungstestung. Die Standorte werden am Ende des Lockdowns, auch am 23. und 24. Jänner geöffnet sein.

Diese regelmäßigen Testungen werden in den kommenden Monaten die zunächst nur an einem Wochenende geplante Testung ersetzen. Somit haben alle Steirerinnen und Steirer die Möglichkeit, ihren Covid-Status in regelmäßigen Abständen testen zu lassen. Die 13 zusätzlichen Standorte werden an folgenden Orten eingerichtet sein: Voitsberg, Deutschlandsberg, Feldbach, Fürstenfeld, Weiz, Hartberg, Mürzzuschlag, Leoben, Murau, Schladming sowie in Graz und im Norden und Süden des Bezirks Graz-Umgebung. Somit werden ab 22. Jänner Testungen an 19 Standorten laufend möglich sein. Diese werden von Montag bis Donnerstag jeweils von 8.00 bis 18.00 Uhr, am Freitag bis 20.00 Uhr und jeden Samstag von 8.00 bis 12.00 Uhr geöffnet sein.

Am Montag, 11. Jänner öffnen die sechs Standorte um 12.00 Uhr. Die Anmeldung wird wieder online über das Anmeldetool des Bundes möglich sein, auch eine telefonische Anmeldung ist vorgesehen. Die genauen Modalitäten und der Anmeldestart sind noch in Ausarbeitung und werden zeitnah vom Land Steiermark bekannt gegeben. Die 19 Standorte werden vom Land Steiermark mit Unterstützung des Bundesheeres betrieben.

Massentests? Kärnten noch unschlüssig

Dagegen will das Burgenland an den Massentests von 13. bis 17. Jänner festhalten, obwohl das "Freitesten" wegfällt. Die Anmeldung dazu ist bereits seit Montag möglich. Um künftig regelmäßig Covid-19-Tests durchführen zu können, wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Diese soll die Details festlegen, wie Schneemann auch gegenüber dem ORF Burgenland betonte. Angedacht sei, in jedem Bezirk eine Teststation einzurichten, bei der in regelmäßigen Intervallen getestet wird.

Offen ist das weitere Vorgehen in Kärnten. Zuletzt hatte es geheißen, dass es in allen Bezirken permanente, allen zugängliche Teststraßen geben soll. Der Bund soll dafür das Anmeldetool adaptieren.

(Quelle: APA)

Keine Corona-Massentests mehr in Salzburg

Corona-Test APA/EXPA/ERICH SPIESS
Ein Lokalaugenschein in einer Corona-Teststation In der Gemeinde Axams in Tirol am Mittwoch, 2. Dezember 2020. Die Tests Axams werden von 4. bis 6. Dezember durchgeführt. 

Das Bundesland Salzburg will die Gratis-Schnelltests auf das Coronavirus weiter beibehalten. "Ab spätestens 18. Jänner werden wir die Kapazitäten enorm ausbauen, die Organisation hierfür läuft", erklärte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) am Montag. Massentests wird es indes keine mehr geben.

"Massentests wie Mitte Dezember an vier Tagen in allen Gemeinden machen aus meiner Sicht in der aktuellen Situation wenig Sinn, darum wird das Rote Kreuz die Möglichkeit an mehreren Teststationen in einem Regelbetrieb in allen Bezirken weiter anbieten", so der Landeshauptmann.

Noch bis einschließlich Dienstag, 5. Jänner, werden bei den Teststationen in den Bezirken (Zell am See, Tamsweg, Schwarzach, Hallein, Eugendorf und Messezentrum in der Stadt Salzburg) von 9 bis 13 Uhr kostenlose Schnelltests auf das Corona-Virus angeboten. Diese Möglichkeit wird fortgesetzt, das hat Landeshauptmann Wilfried Haslauer am Montag festgelegt. Das Rote Kreuz wird die Tests in bewährter Weise durchführen, die genaue Abstimmung dafür läuft.

Neue Teststrategie für Salzburg

„Um die Zeit, bis ein Großteil der Bevölkerung die Impfung gegen das Corona-Virus erhalten kann, bestmöglich zu überbrücken und Infektionsketten zu unterbrechen wird außerdem intensiv an der Ausweitung der Testkapazitäten gearbeitet. Ab 18. Jänner sollte dies möglich sein, ich denke da auch unter anderem an das Lehrpersonal, Schülerinnen und Schüler, bestimmte Berufsgruppen und Unternehmen, die wir alle miteinbinden wollen“, so Haslauer. Die Fäden dafür laufen beim Leiter des Katastrophenschutzes, Markus Kurcz, zusammen. „Ich bitte hier noch um ein wenig Geduld, das Land Salzburg wird über die Möglichkeiten der Schnelltests umfassend informieren. Das macht aber erst Sinn, wenn der Plan in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und allen anderen Beteiligten steht“, betont der Landeshauptmann. 

Impfungen in Seniorenwohnhäusern

Der Plan des Bundes hat den Start der Impfungen in den Seniorenwohnhäusern ursprünglich für 12. Jänner vorgesehen. Die Anzahl der bereits gelieferten Impfdosen ermöglicht jedoch früher damit zu beginnen. „Das sind gute Nachrichten. Nachdem wir in Salzburg Dosen für 3.900 Impfungen erhalten haben, wollen wir keine Zeit verlieren und haben bereits heute damit begonnen. Nach dem Haus der Senioren in Kuchl folgen noch diese Woche zwölf weitere Seniorenwohnheime in allen Bezirken“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) am Montag.

Den Anfang machte das Haus der Senioren in Kuchl. Zwölf Einrichtungen, die diese Woche noch folgen, haben bis Montagmittag direkt bei der Landessanitätsdirektion einen Bedarf von 1.015 Impfdosen eingemeldet. 

Weitere Seniorenwohnhäuser folgen

Wie vorgesehen, können ab Dienstag alle weiteren Seniorenwohnhäuser direkt bei der Bundesbeschaffungsagentur ihren Bedarf bekannt geben. Die dafür benötigten Impfdosen werden laufend angeliefert. Österreichweit rechnet der Bund pro Woche mit einer Lieferung von 63.000 Impfdosen, zirka 3700 davon sind für Salzburg vorgesehen. „Das Interesse bei den Bewohnern, also der Risikogruppe ist hoch. Unser Ziel ist, die zirka 5.000 Seniorinnen und Senioren in den Häusern innerhalb von zwei Wochen das erste Mal zu impfen. Und wir kümmern uns bereits darum, wie wir die älteren Personen, die zu Hause leben und/oder betreut werden erreichen, damit auch sie möglichst schnell die Impfung erhalten können. Die Vorbereitungen und die Koordination mit der Ärzteschaft und den Einrichtungen laufen auf Hochtouren“, so Stöckl.

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