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Mehrwegflaschen

Greenpeace kritisiert österreichische Diskonter

Höchster Mehrweganteil bei Unimarkt

Glasflasche, Mehrweg, Bier, Flasche, SB Pixabay
Österreicher wünschen sich mehr wiederbefüllbare Mehrwegflaschen. (SYMBOLBILD)

Die NGO Greenpeace ist mit dem Umgang von Mehrwegflaschen unserer Supermarktketten nicht zufrieden. Und auch die Österreicher wünschen sich mehr wiederbefüllbare Mehrwegflaschen.

Ein weiterhin zu geringes Mehrwegangebot mit Ausnahme von Bier ortet eine aktuelle Greenpeace-Erhebung in österreichischen Supermärkten. Bei Interspar, Spar und Unimarkt fiel die Bilanz zwar besser aus, eine echte Trendwende fehle jedoch. Greenpeace fordert jedoch eine gesetzliche Quote: Diskonter würden ihre Kundschaft mit einem Mehrweganteil bei Null sogar zu Einwegabfall zwingen.

Den Wünschen von Kunden widerspreche das zudem ebenso, denn 80 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher wünschen ihre Getränke in wiederbefüllbaren Mehrwegflaschen erwerben zu können. 80 Prozent wünscht sich auch Greenpeace als verpflichtenden Mehrweganteil bei Getränken für alle Supermärkte bis 2030.

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Gepostet von Greenpeace Österreich am Montag, 20. Juli 2020

Den Handelsketten Hofer und Lidl wirft die NGO zudem vor, intensiv mit dem Thema Verpackungsreduktion werben, und gleichzeitig mit einer eigens gegründeten Gesellschaft in der EU gegen Mehrweg-Verpackungen zu lobbyieren. "Anstatt viel Geld in Greenwashing zu stecken, müssen vor allem die Diskonter endlich handeln und wiederverwendbare Verpackungen anbieten", erklärte Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich.

Die NGO wies erneut darauf hin, dass der Marktanteil an Mehrwegflaschen in Österreich seit 1995 rapide sinkt und zwar von rund 80 auf 19 Prozent im Jahr 2019. Während Mehrwegflaschen zurückgenommen, gewaschen und bis zu 40 Mal wiederbefüllt werden können, sind es bei Einweg-Plastikflaschen nur knapp 28 Prozent, die überhaupt wieder zu Flaschen recycelt werden - der Rest wird großteils verbrannt oder zu Folien und Fasern verarbeitet.

Bier ist die positive Ausnahme

Zumindest hätten in diesem Jahr Milch-Mehrwegflaschen oder neue Mehrweg-Limonaden ein Comeback gefeiert, insgesamt stellte die NGO ein Nischendasein für Mehrwegsysteme fest: Laut Erhebung waren Limonaden und Saft zu rund 95 Prozent in Einweg-Plastikflaschen oder Aludosen zu erwerben, 90 Prozent waren es bei Mineralwasser. Bei der positiven Ausnahme Bier waren es immerhin rund 50 Prozent.

Beim Vergleich innerhalb der Lebensmittelhändler erwies sich Interspar als Spitzenreiter, nachdem hier seit vergangenem September insgesamt 24 neue Mehrwegprodukte eingeführt worden sind. Den höchsten Mehrweganteil insgesamt hat die oberösterreichische Kette Unimarkt.

(Quelle: APA)

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