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Meinungscheck

Wird Schallenberg dem Kanzleramt gerecht?

Erster Auftritt im Nationalrat in neuer Funktion

20211012_PD2752.HR.jpg APA/HERBERT NEUBAUER
Bundeskanzler Alexander Schallenberg bei der Sondersitzung des Nationalrats in Wien.

Alexander Schallenberg (ÖVP) wurde gestern als Bundeskanzler angelobt und sorgte daraufhin bei der Opposition schon für Irritation. Der frühere Außenminister gab bekannt, weiter auf Kurz-Kurs bleiben zu wollen. Wie denkt ihr über Kanzler Schallenberg? Stimmt ab in unserem Meinungscheck.

Letzten Endes ging alles ganz schnell. Noch am Freitag gab Kurz bei einem Presse-Statement bekannt, weiterhin Kanzler bleiben zu wollen. Doch schon am Samstag war der Druck seitens des Koalitionspartners – die Grünen forderten am Tag zuvor eine "untadelige Person" als Bundeskanzler – zu groß geworden. Auch innerhalb der Partei wurden kritische Stimmen laut.

 

Schallenberg als neuer Kanzler angelobt

Am Montag wurde Schallenberg von Bundespräsident Alexander Van der Bellen angelobt. Dabei konnte sich die Öffentlichkeit erstmals ein Bild vom neuen Kanzler machen. In einem anschließenden Statement betonte er, sehr eng mit Kurz zusammenarbeiten zu wollen. Die Vorwürfe gegen den Ex-Kanzler hält Schallenberg zudem für falsch.

 

Schallenberg streckt Hand aus

Bei der Sondersitzung des Nationalrats streckte Schallenberg heute der Opposition die Hand rhetorisch entgegen. Dabei sorgte er allerdings auch für lautstarken Unmut, als er "mutwillige Aktionen", wie etwa den (SPÖ-)Misstrauensantrag gegen Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP), geißelte. Diese Initiative sei "beim besten Willen nicht zu verstehen".

 

Neuer Kanzler sorgt für ersten Eklat

Für Aufregung sorgte der Ex-Außenminister am Dienstag auch, als ihm NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger die Unterlagen der WKStA zu den Hausdurchsuchungen übergab. Diese warf der Kanzler kurzerhand zu Boden und widmete sich seinem Handy.

 

Nationalrat: Opposition wütet

Für die Opposition war klar, dass Schallenberg schon bei seinem ersten Auftritt im Parlament viel Vertrauen verspielt habe: "Wer blind folgt, kann nicht führen", sagte etwa SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. FPÖ-Chef Herbert Kickl erwartete sich vom neuen Kanzler Reue, Einsicht und Demut, stattdessen sei aber nichts gekommen, "weil sie zutiefst verhabert sind."

Wie lange die Koalition die aktuellen Spannungen aushält, wird sich weisen. Mit dem Rücktritt von Sebastian Kurz scheint die Regierung aber vorerst gerettet.

 
(Quelle: SALZBURG24/APA)

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