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Mord in Kitzbühel

Frauenhäuser fordern effektive Prävention

Bereits 17 Frauenmorden 2019

Fünffacher Mord in Kitzbühel APA/ZOOM.TIROL
Nach dem Fünffachmord in Kitzbühel fordern die Frauenhäuser eineeffektive Gewaltprävention.

Trennung ist die gefährlichste Zeit für Frauen: Darauf hat am Dienstag der AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser hingewiesen und nach dem Fünffachmord von Kitzbühel Investitionen in effektive Prävention gefordert. 2019 seien schon 17 Frauen durch den (Ex-)Partner oder von einem anderen Familienmitglied getötet worden.

Seit dem Jahr 2014 habe sich die Zahl der Frauenmorde in Österreich von 19 auf 41 im vergangenen Jahr verdoppelt. Das stelle europaweit einen traurigen Spitzenwert dar, mahnte AÖF-Geschäftsführerin Maria Rösslhumer in einer Aussendung.

Trennung: "Frauen fühlen sich allein gelassen"

"Gewalttäter greifen oft zu Waffen und töten Frauen, wenn diese sich (endlich) von ihren Peinigern trennen wollen", so der Verein. Frauen und auch Angehörige seien hilflos und fühlten sich in dieser Situation allein gelassen. "Viele kennen auch keine Beratungsstellen oder die Frauenhelpline 0800 222 555 - insbesondere in ländlicheren Regionen."

Frauenhäuser fordern mehr Budget

Für "sinnvolle Präventionsmaßnahmen" brauche es "viel mehr Budget", so der AÖF. Benötigt würden 210 Millionen Euro pro Jahr. Gefordert wurde zudem u.a., dass Österreich die schon 2013 ratifizierte Istanbul-Konvention - das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt - endlich umsetze. Mit der Unterzeichnung habe die Republik sich verpflichtet, die Maßnahmen der Konvention anzuwenden, um alle Formen der Gewalt gegen Frauen aktiv zu bekämpfen.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 13.12.2019 um 04:19 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/mord-in-kitzbuehel-frauenhaeuser-fordern-effektive-praevention-77379658

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