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Mount Everest

Österreicher stirbt nach Gipfelbesteigung

Tourismus auf dem Mount Everest APA/AFP/PRAKASH MATHEMA
Der Touristen-Ansturm auf den Mount Everest steigt erheblich. (Archivbild)

Ein Steirer ist am Donnerstag nach Angaben der "Himalayan Times" (online) beim Abstieg vom Mount Everest ums Leben gekommen. Dies wurde der APA auch von Peter Guschelbauer, dem Sprecher des Außenministeriums, bestätigt. Der 65-jährige Baumeister aus Graz-Umgebung galt als leidenschaftlicher Bergsteiger, er war vor eineinhalb Jahren auf dem 4.892 Meter hohen Mount Vinson in der Antarktis.

Den Mount Everest hatte der Unternehmer mit einer Expeditionsgruppe von tibetischer Seite aus bestiegen. Er starb laut dem Bericht beim Abstieg auf etwa 8.600 Metern Seehöhe. "Er war ein erfahrener Bergsteiger, körperlich fit", sagte der Bürgermeister der Heimatgemeinde des Bergsteigers am Freitag auf APA-Nachfrage.

Aufstieg zum Mount Everest

Der Mount Everest war laut dem Gemeindeoberhaupt der letzte der "Seven Summits", den der Baumeister bestiegen hat. Über die näheren Umstände des Todes konnten sowohl der Bürgermeister als auch der Außenministeriumssprecher nichts sagen. Erst Ende April war ein steirischer Berufssoldat nach einer missglückten Begeisterung des Mount Everest ums Leben gekommen.

Tote am "Dach der Welt"

Mit dem Steirer sind alleine in diesem Frühjahr bereits 16 Menschen über 8.000 Meter Seehöhe am Mount Everest ums Leben gekommen. Erst Ende April war ein 31-jähriger Oberwachtmeister des Bundesheeres nach einer privaten Tour am höchsten Berg der Welt nicht mehr lebend zurückgekehrt. Er hatte den Aufstieg abbrechen müssen und starb wenig später im Hotel - vermutlich an der Höhenkrankheit.

Salzburger zum dritten Mal am Gipfel

Erfolg und Tragödie liegen knapp aneinander: Nur wenige Stunden, nachdem der Bergsteiger aus Graz ums Leben gekommen war, hat der Salzburger Bergführer und Alpinpolizist Rupert Hauer eine Expedition erfolgreich auf den Gipfel geleitet. Der 50-jährige Mauterndorfer (Lungau) stand dabei das dritte Mal binnen gut eines Jahres am höchsten Punkt der Erde.

Hauer: "Zum Fotografieren etwas zu kalt"

Laut einem aktuellen Facebook-Posting von Hauer seien alle Teilnehmer, Sherpas und er selbst zwischen 5.30 und 6.30 Uhr früh Ortszeit am Mount Everest gestanden. "Leider war es zum Fotografieren etwas zu kalt", schrieb er und schätzte die gefühlte Kälte samt Windeinfluss auf rund minus 50 Grad Celsius. Der Abstieg sei dann aber problemlos und ohne Verletzungen und Erfrierungen erfolgt. Für den Aufstieg hatte die Gruppe die Nordroute von der tibetischen (chinesischen) Seite gewählt. Hauer verwendete wie alle anderen Mitglieder Flaschensauerstoff.

Im Mai 2018 hatte Hauer als Expeditionsleiter binnen fünf Tagen zwei Mal zahlende Kunden für den Innsbrucker Veranstalter Furtenbach Adventures auf den Berg gebracht. Auch dieses Mal war er wieder für das Tiroler Unternehmen unterwegs. Ein Sprecher des Reiseveranstalters bestätigte am Freitag der APA gegenüber die Besteigung, konnte aber zunächst noch keine Details nennen.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 16.10.2019 um 06:31 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/mount-everest-oesterreicher-stirbt-nach-gipfelbesteigung-70728016

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