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"Fakten schaffen Vertrauen"

Mythen und Fake-News rund um Corona

Warnung vor Radikalisierung durch Verschwörungsmythen.

Rund ein Jahr nach dem ersten Corona-Lockdown sieht Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) die Gesellschaft in Österreich "teilweise einfach erschöpft" Es gäbe auch eine "ganz kleine Minderheit", die zunehmend aggressiv auftritt. Dies habe dafür gesorgt, dass er selbst unter Personenschutz steht, sagte Anschober.

Anschober rief einmal mehr zum Zusammenhalt in der Corona-Krise auf. "Jeder ist Teil einer gemeinsamen Kraftanstrengung", sagte der Minister am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Um den vielen Falschinformationen und einer Spaltung der Gesellschaft entgegenzutreten, müsse Aufklärung durch die Wissenschaft ins Zentrum gerückt werden. "Fakten schaffen Vertrauen", so Anschober.

Fake News rund um Corona

Die Gefahr von Corona-Verschwörungsmythen unterstrich Andre Wolf von "mimikama - Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch". Zwar sei die Verbreitung von Fake News derzeit "ganz leicht abgeflacht", da es viele "leid sind, über das Thema zu sprechen", dies könnte sich aber schnell wieder ändern. Wolf unterstrich, dass es natürlich auch "berechtigte Ängste" gebe, gleichzeitig warnte der Experte aber auch von einer zunehmenden Radikalisierung durch Verschwörungsmythen und Falschmeldungen. Ein Weg, um Fake News besser entgegentreten zu können, wäre eine Verbesserung der Medienkompetenz.

Radikalisierung durch Verschwörungsmythen.

Daniela Ingruber, Demokratieforscherin beim Austrian Democracy Lab an der Donau-Uni Krems, warnte ebenfalls vor einer zunehmenden Radikalisierung. Bei ihrer jüngsten Untersuchung zeigte sich, dass die Angst vor einer Spaltung der Gesellschaft bei den Österreichern stark von unter 70 Prozent auf 78 Prozent gestiegen ist. 90 Prozent sahen die Demokratie aber noch als beste Staatsform.

(Quelle: APA)

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