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Nachspiel

Schlangenbiss am Klo: Besitzer wird angezeigt

Weg des Tieres in die Nachbartoilette ungeklärt

Nachdem ein Grazer am Montag auf seiner Toilette von einer Schlange gebissen worden war, wird der Halter des Tieres wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt.

Ob den 24-jährigen Nachbarn, der in seiner Wohnung elf Schlangen hält, weitere Konsequenzen erwarten, war am Dienstag noch nicht klar. Seitens des Veterinäramtes hieß es auf APA-Anfrage, der Schlangenliebhaber habe eine Wildtiermeldung nachgeholt. Mengenmäßig gebe es für Tiere in der Wohnungen keine Beschränkungen.

Schlange Graz APA/LPD STMK
Ein Albino-Netzpython biss am Montag einen Grazer.

Grazer auf Toilette von Schlange gebissen

Eine Geschichte, die oft als Schauermärchen kursiert, wurde in Graz Wirklichkeit: Ein Grazer wurde am Montag auf der Toilette von einer Schlange in die Genitalien gebissen.

Artgerechte Haltung der Schlange wird geprüft

Die Polizei hat bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet. Ob es zu einer Anklage kommt, muss diese Behörde klären. "Ich muss solche Tiere ordnungsgemäß verwahren, das ist, als ob ich einen Hund nicht anleine", erklärte Polizeisprecher Markus Lamb gegenüber der APA. Parallel zur Anzeige sei eine Meldung ans Veterinäramt gegangen, das die artgerechte Haltung überprüfen muss. "Der Ball liegt jetzt bei der Stadt Graz", meinte Lamb. Falls erforderlich, würden dem Halter die Tiere - neben elf Schlangen befindet sich auch ein Gecko in seinem Besitz - abgenommen werden.

Schlange nicht gefährlich

Zunächst muss der Besitzer der Schlange eine Wildtiermeldung abgeben. Das hätte er schon früher tun müssen, nun muss es aber auf jeden Fall nachgeholt werden, erklärte Alexandra Gruber, Leiterin des Referats für Veterinärangelegenheiten. Da offenbar keine gefährlichen Schlangen darunter seien, sind die Tiere nur meldungs-aber nicht bewilligungspflichtig. "Wenn die Bedingungen in Ordnung sind, kann der Mann die Schlangen behalten." Anders wäre es bei gefährlichen Tieren, da würde es unter anderem eine sichere Verwahrung und ein Schleusensystem brauchen. Eine mengenmäßige Beschränkungen gibt es laut Gesetz nicht. "Wenn die Terrarien und so weiter passen, kann jemand auch 20 Schlangen in der Wohnung haben", erklärte Gruber.

Weg der Schlange weiter völlig unklar

Ungeklärt ist übrigens nach wie vor, welchen Weg die Schlange Montag früh genommen hat. Die Vermutung war, dass sie durch das Kanalsystem in die nachbarliche Toilette gelangt ist. Allerdings meinte der gebissene 65-Jährige, er habe die Eingangstüre in der Früh zum Lüften offen gehabt, also wäre es auch denkbar, dass die Schlange einfach durch Stiegenhaus gekommen sei.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 28.07.2021 um 05:48 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/nach-schlangenbiss-am-wc-anzeige-und-kontrolle-durch-veterinaeramt-106212196

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