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Deutlicher türkiser Wahlsieg

ÖVP in Salzburg knapp unter "Absoluter"

FPÖ stürzt ab, Grüne mit Comeback

In Salzburg hat die ÖVP bei der Nationalratswahl am Sonntag das Ergebnis von 2017 noch einmal klar übertroffen und um 9,9 Prozentpunkte auf 47,6 Prozent zugelegt. Zweiter Gewinner des Abends waren die Grünen, die mit 11,8 Prozent (plus 7,7 Prozentpunkte) ein Comeback feierten, nicht aber auf die 14,8 Prozent von 2013 kamen. Die Landeszahlen basieren auf dem vorläufigen Endergebnis mit Wahlkarten-Prognose.

Die FPÖ verlor heute massiv und fiel mit 13,6 (minus 10,9 Prozentpunkte) hinter die SPÖ (minus 5,7 Prozentpunkte auf 16,5 Prozent) zurück. Die NEOS - die in Salzburg auch Teil der Landesregierung sind - kamen auf 7,9 Prozent (plus 2,2 Prozentpunkte). Die Liste JETZT von Peter Pilz erzielte 1,6 Prozent (minus 1,9 Prozentpunkte). KPÖ und Wandel vereinten gemeinsam ein Prozent der Stimmen auf sich.

Nationalratswahl, Salzburg Land Salzburg

ÖVP gewann in allen Salzburger Gemeinden dazu

Auch in der einst roten Landeshauptstadt setzte sich am Sonntag der Erfolgslauf der Türkisen fort. Die ÖVP baute ihren Vorsprung auf die SPÖ weiter aus und wurde mit 36,8 Prozent der Stimmen klar Erste. Die SPÖ kam auf lediglich 19,4 Prozent, nur mehr knapp gefolgt von den Grünen (18,0 Prozent). Die Freiheitlichen erhielten 12,5 Prozent, die NEOS 9,1 Prozent. Von den sonstigen Parteien sprangen aber weder die Liste Jetzt (2,3 Prozent), die KPÖ (1,3 Prozent) noch"Der Wandel" (0,5 Prozent) über die fiktive Vier-Prozent-Hürde. Weil die Stadt einen eigenen Regionalwahlkreis bildet, werden dort die Briefwahlstimmen das Ergebnis wohl noch verändern.

Die "Türkisen" um Sebastian Kurz gewannen am Sonntag übrigens in allen 119 Kommunen des Bundeslandes dazu, die FPÖ verlor im Gegenzug in jeder einzelnen Gemeinde. Auch die Grünen legten in allen Orten im Land zu - nur in der kleinen Pongauer Gemeinde Forstau gab es (bei der gleichen Stimmenanzahl wie 2017) ein leichtes Minus - weil mehr gültige Stimmen abgegeben worden sind. Die SPÖ konnte heute lediglich in vier Gemeinden Zugewinne verzeichnen, die NEOS mussten nur in sechs Gemeinden Verluste gegenüber 2017 hinnehmen.

Bestes ÖVP-Ergebnis in Saalbach-Hinterglemm

Ihr bestes Ergebnis konnte die ÖVP am Wahlsonntag mit 69,9 Prozent in Saalbach-Hinterglemm (Pinzgau) erzielen, einst einmal eine freiheitliche Hochburg. Die SPÖ kam im Eisenbahnknotenpunkt Schwarzach im Pongau auf ihren Topwert (42,3 Prozent). Die Grünen hatten in der Landeshauptstadt am meisten Wählerzuspruch (18,0 Prozent). Die FPÖ reüssierte erneut in der kleinen Lungauer Gemeinde Thomatal (31,5 Prozent), wenn auch nicht mehr auf dem Niveau von 2017. In Großgmain, der Heimatgemeinde von FPÖ-Landeschefin Marlene Svazek, erhielten die Freiheitlichen heute 20,2 Prozent der Stimmen, das sind um 10,3 Prozentpunkte weniger als vor zwei Jahren. Die NEOS erzielten erneut in Koppl im Flachgau (11,7 Prozent) ihr bestes Ergebnis. In der Heimat von Hotelier und NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn, Goldegg im Pongau, kamen die Pinken auf 7,5 Prozent.

Wahlbeteiligung in Göming am höchsten

Am pflichtbewusstesten agierten die Wähler wie bereits 2017 in Göming (Flachgau): Die Wahlbeteiligung lag hier bei 77,7 Prozent. Die Hochrechnung für die Wahlbeteiligung im Land Salzburg (ebenfalls inklusive Briefwahlstimmen) ergibt einen Wert von 75,7 Prozent. Das wäre ein Rückgang um rund fünf Prozentpunkte gegenüber der Nationalratswahl 2017.

Nationalratswahl, Vorläufiges Endergebnis APA

Nationalratswahl: Vorläufiges Endergebnis für Österreich

Die ÖVP erzielte laut vorläufigem Österreich-Endergebnis (ohne Briefwahlstimmen) 38,4 Prozent vor der SPÖ mit 21,5 Prozent. Die Grünen schafften den Wiedereinzug, die NEOS legten deutlich zu. Die Liste JETZT ist gescheitert. Noch nicht enthalten sind in diesem Ergebnis vom Sonntagabend die Briefwahlstimmen und sonstige Wahlkartenstimmen, die erst am Montag bzw. Donnerstag ausgezählt werden. Sie werden noch kleine Änderungen im Zehntelprozentbereich bringen, die bei den Mandaten noch einige Verschiebungen bringen werden.

Laut dem am Sonntagabend verkündeten vorläufigen Endergebnis erreicht die FPÖ 17,3 Prozent der Stimmen. Die Grünen kommen auf 12,4 Prozent, die NEOS auf 7,4 Prozent. JETZT kam nur auf 1,9 Prozent und verpasst die Vier-Prozent-Hürde für den Wiedereinzug in den Nationalrat. Die KPÖ erreichte 0,7 Prozent, Wandel 0,4 Prozent, BPÖ 0,1 Prozent. In Mandaten bedeutet das vorläufige Ergebnis vom Sonntag folgende Verteilung: Die ÖVP kommt auf 73 Sitze im neuen Nationalrat, die SPÖ auf 41 und die FPÖ auf 32 Mandatare. Die Grünen erhalten 23 Mandate. Für die NEOS bedeutet das vorläufige Endergebnis 14 Nationalratsitze. Die noch nicht ausgezählten Wahlkarten (mehr als 1 Million) bringen für manche Parteien noch Verbesserungen, für andere leichte Verschlechterungen. Das Ergebnis der ÖVP wird dann (laut Briefwahlschätzung der Hochrechner der ARGE Wahlen) etwas niedriger liegen, bei etwa 37,4 Prozent. SORA/ORF sieht die Partei schlussendlich bei 37,1 Prozent. Gegenüber der Wahl 2017 bedeutet das ein Plus von rund sechs Prozentpunkten. Der Vorsprung auf die zweitplatzierte Partei von rund 15,5 Prozentpunkten ist der größte in der Zweiten Republik.

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(Quelle: SALZBURG24/APA)

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