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Gegen Teuerung

Nehammer will Strom- von Gaspreis entkoppeln

Kanzler: "Es braucht eine europäische Lösung"

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Die Regierung hat sich am Sonntag mit Energiekonzernen zur Versorgungssicherheit und den steigenden Energiekosten beraten.  (SYMBOLBILD)

Nachdem sich die Regierung heute mit zahlreichen Vertretern der Energiebranche beraten hat, tritt Bundeskanzler Karl Nehammer am Abend vor die Medien, um zu berichten, wie es um die Energieversorgung der österreichischen Haushalte steht.

"Man muss den Strompreis vom Gaspreis entkoppeln und er muss sich wieder an die tatsächlichen Kosten der Erzeugung annähern", so Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) in einem schriftlichen Statement im Vorfeld des Energiegipfels.

Rasche Lösung gegen hohe Energiekosten

Man dürfe "nicht zulassen, dass Putin jeden Tag über den europäischen Strompreis entscheidet". Nehammer will sich mit "aller Kraft für ein nachhaltiges Lösungsmodell einsetzen, das rasch umgesetzt werden kann und auf EU-Ebene dazu auch in den nächsten Stunden und Tagen weiter mit den Kolleginnen und Kollegen im Rat der Regierungschefs sprechen".

Von Regierungsseite nahmen an dem Treffen im Bundeskanzleramt neben Nehammer auch Finanzminister Magnus Brunner und Wirtschaftsminister Martin Kocher (beide ÖVP) sowie Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) und die beiden Klubobleute August Wöginger (ÖVP) und Sigrid Maurer (Grüne) teil.

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Das Modell sieht vor, dass Energiekonzerne exorbitante Gewinne zusätzlich besteuern müssen. (SYMBOLBILD)

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Strompreise "nicht normal"

Die Wirtschaftskammer plädiert auch für Sofort-Maßnahmen. "In Zeiten einer nicht normal funktionierenden Preisbildung am Markt, braucht es rasche Sondermaßnahmen zur Eindämmung der Gas- und Strompreise, denn wo ein Wille, ist, da ist auch ein Weg", so WKÖ-Präsident Harald Mahrer und WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf in einer Stellungnahme. Es müsse "eine deutlich spürbare Entlastung der österreichischen Betriebe und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" geben.

Van der Bellen lässt sich von Energie-Expert:innen beraten

Expertise in Sachen Energieversorgung hat sich auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen ins Haus geholt. Ex-Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber und Wifo-Expertin Angela Köppl werden ihn künftig ehrenamtlich beraten. Van der Bellen will sich damit stärker in die Bewältigung der aktuellen Krisen einbringen. Er werde "die Lage genau beobachten - und auch ein Auge auf die Arbeit der Regierung haben", erläuterte er der "Kronen Zeitung" (Sonntagsausgabe).

(Quelle: APA)

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Kommentare

Peterpan

Herr Nehammer soll den Putin da nicht erwähnen! Wir sind selbst schuld mit die Sanktionen!

ChrisR

Irrtum!! Nehammer sagt lediglich, dass wir uns von der Preisgestaltung durch Putin unabhängig machen müssen. Und da hat er absolut recht!! Wer garantiert, dass Putin die Preise nicht auch ohne Sanktionen erhöht hätte!?!? Putin finanziert mit Gas und Öl seine Kriegsmaschinerie!! Wie es mit der Ehrlichkeit von Putin bestellt ist, müssten inzwischen alle seit dem Einmarsch in die Ukraine wissen. Als er die Truppen an der Grenze aufmarschieren ließ, sprach er die ganze Zeit, dass es sich nur um ein Manöver handelt.. Hahaha

365Tage

Ja das wäre gut noch vor dem Winter!

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