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Neue Kommando-Struktur beim Bundesheer

Kunasek mit Kritik an alten Bundesheer-Strukturen

Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) und die Spitze des österreichischen Bundesheeres haben am Freitag im Rahmen eines militärischen Festaktes das neue Kommando "Streitkräftebasis" in der Heckenast-Burian-Kaserne in Wien offiziell aus der Taufe gehoben. Ziel sei gewesen, die Strukturen so anzupassen, damit "wir die PS im Sicherheitsbereich auf die Straße bringen", betonte Kunasek.

In der neuen Gliederung, die bereits seit 1. April in Kraft ist, wurden die Führungskommanden von bisher vier auf zwei reduziert. Übrig blieben das Kommando "Streitkräfte" in Graz und eben das Kommando "Streitkräftebasis" in Wien. Damit hat Kunasek die 2017 von seinem Vorgänger Hans Peter Doskozil (SPÖ) neu gebaute Struktur wieder zurückgenommen.

Kunasek feuert gegen Vorgänger

An dieser ließ Kunasek - ohne Doskozil wörtlich zu erwähnen - in seiner Ansprache vor der versammelten Spitze des österreichischen Heeres auch kein gutes Haar: "Nach der Unsicherheit durch Maßnahmen in den vergangenen Jahren muss jetzt wieder Ruhe in das österreichische Bundesheer einkehren". Zum Teil seien "Luftschlösser gebaut" und "Hoffnung geweckt" worden, so Kunasek: "Es ist aber nicht meine Aufgabe, Luftschlösser zu erhalten, sondern schlichtweg für ein effizientes Bundesheer zu sorgen."

Dafür brauche es aber "die entsprechenden budgetären Mittel", betonte der Verteidigungsminister in seiner Festansprache. Die Finanzverhandlungen würden daher in den kommenden Wochen viele - auch ihn - beschäftigen, meinte er. Jede Abteilung müsse seinen Budgetbedarf ordentlich darstellen. Dies würde den "Kampf" um Budgetmittel erleichtern.

Das ist das Kommando "Streitkräftebasis"

Auch Generalstabschef Robert Brieger hatte zuvor die eingeforderten Mittel als "zwingende Voraussetzung" bezeichnet. Die neue Struktur lobte er als "wichtigen Schritt" zur Stärkung des Heeres. Sie zeichne sich durch Verschlankung und klare Verantwortlichkeiten aus, damit das Heer die "Hauptaufgabe der Landes, die Landesverteidigung" wahrnehmen könne.

Das Kommando "Streitkräftebasis" stellt mit rund 4.500 Personen und 22 Dienststellen in ganz Österreich die operative logistische Unterstützung der Streitkräfte sicher. Zudem gehören u.a. neben der Heereslogistikschule, den Heereslogistikzentren und der Heeresbekleidungsanstalt auch das Informations-Kommunikations-Technologie und Cybersicherheitszentrum, drei Heeresmunitionsanstalten sowie alle militärmedizinischen Einrichtungen, das "Versorgungsregiment 1", das Militärhundezentrum, das Heeressportzentrum und der Entminungsdienst dazu. Mit 1. April wurde Generalmajor Alexander Platzer zum Kommandanten ernannt.

(APA)

(Quelle: APA)

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