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Misstrauensantrag

Lackner und Schönborn warnen

Schönborn und Lackner schreiben Brief

Schönborn, Lackner, Bischöfe APA/BARBARA GINDL
"Die österreichische Bundesregierung steckt in einer ernsthaften Krise", sind sich die Bischöfe einig. 

Die römisch-katholische Bischofskonferenz hat am Mittwoch vor einem Misstrauensantrag gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gewarnt, ohne dies konkret zu benennen. "Die österreichische Bundesregierung steckt in einer ernsthaften Krise", heißt es in einer Erklärung.

Wer dabei leichtfertig die staatlichen Institutionen schwächt, um kurzfristig politische Vorteile für sich zu erhoffen, könne dem Land schweren Schaden zufügen.

Zwar gingen Kardinal Christoph Schönborn und Salzburgs Erzbischof Franz Lackner in ihrem Brief nicht wörtlich auf den im Raum stehenden Misstrauensantrag ein.

Bischöfe appellieren an Politiker

Allerdings appellierten sie an die politischen Vertreter, Gespräche über Parteigrenzen hinweg zu führen und gemeinsam zu agieren. Das Gemeinwohl und das Vertrauen in die demokratische Ordnung müssten nun vor kurzfristige Parteiinteressen gestellt werden, heißt es in der von "Kathpress" veröffentlichten Erklärung.

Ibiza-Video: "Verstörend für viele Menschen"

Alle staatstragenden Institutionen des Landes müssten weiter voll handlungsfähig bleiben, verlangten Schönborn und Lackner, die ausdrücklich Bundespräsident Alexander Van der Bellen "in seinem Bemühen um Stabilität und das nötige Vertrauen" dankten. Die Veröffentlichung des "Ibiza-Videos" habe bei vielen Menschen im In-und Ausland ein verstörendes Bild von Politik entstehen lassen und das Vertrauen in die vom Volk gewählten politischen Vertreter schwer erschüttert.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 19.07.2019 um 03:40 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/neuwahlen-bischoefe-warnen-indirekt-vor-misstrauensantrag-70620865

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