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Erste Gespräche

Noch keine Einigung über Pensionsanpassung

Verhandlungen gehen in zweiter Septemberwoche weiter

Erste Gesprächsrunde zur Pensionanpassung blieb ohne Ergebnis
ZU APA0111 VOM 25.8.2022 - Die Präsidenten des Seniorenrates, Ingrid Korosec vom ÖVP-Seniorenbund und Peter Kostelka vom SPÖ-Pensionistenverband, am Donnerstag, 25. August 2022, vor Beginn der Gespräche über die Anpassung der Pensionen für nächstes Jahr im Sozialministerium in Wien.

Das erste Gespräch von Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) mit den Präsidenten des Seniorenrates, Ingrid Korosec (ÖVP) und Peter Kostelka (SPÖ), hat heute keine Einigung über die Anhebung der Pensionen gebracht. In der zweiten September-Woche soll weiter verhandelt werden.

Diese erste Runde wurde von beiden Seiten gegenüber der APA als "konstruktiv" bzw. als "gutes Gespräch" bezeichnet. Beide Seiten haben ihre Positionen auf den Tisch gelegt und im Detail erörtert. Die beiden Seniorenvertreter machten ihre Forderungen deutlich, dass es nicht bei dem gesetzlichen Wert von 5,8 Prozent bleiben kann, den die Statistik Austria als durchschnittliche Inflation von August des Vorjahres bis Juli dieses Jahres errechnet hat.

Rauch will untere Pensionen stärker entlasten

Rauch will nun in den kommenden Tagen und Wochen innerhalb der Bundesregierung alle Forderungen diskutieren und entsprechende Lösungen verhandeln. "Für mich als Sozialminister ist klar, dass wir aufgrund der aktuellen Teuerungen vor allem die unteren Pensionen stärker entlasten müssen. Dafür werde ich mich in den Verhandlungen auch weiterhin einsetzen", versprach der Grün-Politiker.

Nächste Verhandlungsrunde im September

Ob man in der nächsten Runde in der zweiten September-Woche schon mit einer Einigung rechnen könne, das hänge auch davon ab, wie weit Rauch in der Zwischenzeit in seinen Gesprächen mit seinen Regierungskollegen komme, meinte Kostelka. Eher skeptisch macht ihn dabei allerdings die Aussage von Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm, die im Vorfeld "mehr Generationengerechtigkeit" eingefordert hatte. Kostelka befürchtet, dass Plakolm diese Aussage nicht traf, ohne vorher die Stimmungslage innerhalb der ÖVP auszuloten.

Korosec erklärte, sie erwarte, dass Rauch den Seniorenvertretern nun Berechnungen über die Maßnahmen der Regierung zur Inflationsdämpfung vorlegt. Es sei vereinbart worden, dass dazu Unterlagen übermittelt werden. Erst dann könne sagen, was es noch braucht und konkrete Forderungen stellen.

Seniorenvertretung fordert mehr Geld für alle Pensionisten

Während der Minister vor allem die kleinen Pensionen in den Mittelpunkt stellt und eine Erhöhung der Ausgleichszulagen ansprach, geht es den Seniorenvertretern um eine Inflationsabgeltung für alle Pensionisten und darüber hinaus um Maßnahmen für kleinere Pensionen sowie zum Ausgleich für die Teuerung. Kostelka bekräftigte, dass er auf seiner Forderung nach zehn Prozent als "Verhandlungsbasis" beharrt, weil auch die aktuelle Teuerung schon fast in diesem Bereich liegt. Korosec verlangt die volle Inflationsabgeltung für alle Pensionen und Sonderzahlungen für niedrige Pensionen und den Mittelstand. Besonders bei Gas-, Strom-, Benzin- und Mietkosten will sie eine Teuerungsbremse. Und schließlich soll der Berechnungszeitraum für die gesetzliche Anpassung um zwei Monate von August bis Juli auf Oktober bis September verschoben werden, weil das die reale Inflation besser abbilde.

(Quelle: APA)

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