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Jackson-Doku

Ö3 diskutiert "Konsequenzen"

Michael Jackson prägte die Musik
Eine Doku hat eine erneute Diskussion um Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson angefacht.

"Billie Jean" und "Smooth Criminal" dürften in Österreich auch weiterhin aus dem Radio tönen: Dass Musik von Michael Jackson nach Vorwürfen von Kindesmissbrauch in der aktuellen TV-Doku "Leaving Neverland" wie in anderen Ländern aus dem Radioprogramm genommen wird, hält Ö3-Senderchef Georg Spatt in einem der APA übermittelten Statement nach heutigem Stand für "unwahrscheinlich".

Nichtsdestotrotz seien die von zwei Männern via Doku und auch im Interview mit Oprah Winfrey geäußerten Vorwürfe, von Jackson in den 90er-Jahren missbraucht worden zu sein, "selbstverständlich" ein Anlass, seine Musik und Person neu zu bewerten. "Wir verfolgen den Fall aufmerksam und diskutieren mögliche Konsequenzen", so Spatt.

Georg Spatt APA/HERBERT PFARRHOFER
Ö3-Senderchef Georg Spatt äußerte sich zu den erneuten MIssbrauchsvorwürfen gegen Michael Jackson (Archivbild).

Jackson-Songs aus Radios gestrichen

Mehrere internationale Sender haben die Songs von Jackson zumindest für eine gewisse Zeit aus dem Programm gestrichen - manche sind allerdings bereits wieder zurückgerudert. In der Diskussion rund um die HBO-Doku waren auch Stimmen laut geworden, die Zweifel an den Vorwürfen anmeldeten und einen Mangel an Beweisen sahen. Sollte es neue oder eine neue Art von Vorwürfen sowie neue Nachweise geben, so werde das den Umgang von Ö3 mit dem Thema "sicher beeinflussen".

Welche Musik im Radio gespielt werde, sei eine redaktionelle Entscheidung, betonte Spatt. Insofern handle es sich bei der ständig notwendigen Auswahl auch nicht um eine Form von Zensur.

(APA)

(Quelle: APA)

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