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Grenzen öffnen

Freie Fahrt für Österreicher nach Spanien

Reisewarnung aufgehoben

Costa del Sol statt Dahamas: Rechtzeitig zum Sommerbeginn hebt Österreich die Reisebeschränkungen für Spanien auf. Ab Sonntag dürfen Österreicher wieder in das beliebte Urlaubsland reisen.

Und das ohne bei der Rückreise einen negativen Coronatest vorlegen oder sich in Quarantäne begeben zu müssen. In Spanien selbst endet zugleich der von drastischen Einschränkungen geprägte Corona-Notstand.

Grenze für Schengenurlauber offen

Nach 14 Wochen dürfen sich die Spanier mit Sonntag wieder frei im ganzen Land bewegen, während die Grenze für Urlauber aus den Schengenstaaten geöffnet wird. Mit über 28.000 Toten und mehr als 245.000 Infizierten ist Spanien eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Europas.

Grenzen könnten wieder schließen

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) verteidigte am Wochenende in einem APA-Interview die Herstellung der Reisefreiheit zu anderen europäischen Ländern. Zugleich schloss er neuerliche Grenzschließungen nicht aus. "Nur weil wir jetzt Staaten auf Grün gesetzt haben, heißt nicht, dass wir die Situation nicht weiter genau beobachten", sagte er.

(Quelle: APA)

Für diese Länder gibt es Reisewarnungen

Ägypten ist eine beliebte Urlaubsdestinantion
A picture shows the Steigenberger hotel in the Red Sea Egyptian resort of Hurghada on June 18, 2020. - Egypt will reopen its airports on July 1 and begin welcoming to beach resorts tourists kept away by the coronavirus pandemic, the government announced. Flights will resume "between Egypt and countries which have reopened their airspace", said Aviation Minister Mohamed Manar during a news conference in Cairo. (Photo by Khaled DESOUKI / AFP)

Das Außenministerium hat am Samstag wegen der Ausbreitung des Coronavirus Reisewarnungen für Ägypten, Bangladesch und Chile verhängt. Für alle drei Länder wird der Reisehinweis von der bisherigen Sicherheitsstufe 4 (Hohes Sicherheitsrisiko) auf Stufe 6 (Reisewarnung) erhöht, wie das Außenministerium mitteilte. Grund für die Maßnahme sind die steigenden Infektionszahlen in den drei Ländern. Damit gelten aktuell Reisewarnungen für insgesamt 24 Länder.

Im beliebten Urlaubsland Ägypten seien seit Mai die Fallzahlen täglich gestiegen, so das Außenministerium. Der Höhepunkt der Epidemie werde derzeit auf Mitte Juli geschätzt. Außerdem entspreche das ägyptische Gesundheitssystem nicht dem mitteleuropäischen Standard.

 

Auch in Chile würden die Infektionsraten derzeit sehr rasch und stark ansteigen, die Krankenhäuser seien völlig überlastet, hieß es. Über den Großraum Santiago, wo 72 Prozent der Infektionen festgestellt wurden, wurde deshalb bereits eine Quarantäne verhängt. Bangladesch ist laut Außenministerium derzeit neben Indien der zweite Covid-Hotspot Südasiens. Trotz des wochenlangen Lockdowns hätten sich die Zahlen der Neuinfektionen seit März nicht verringert, seit der Öffnung des Landes aus wirtschaftlichen Gründen am 30. Mai sei ein noch steilerer Anstieg der Infektionskurve zu verzeichnen.

Reisewarnungen für 24 Länder

Damit gelten derzeit wegen der Corona-Pandemie Reisewarnungen für insgesamt 24 Länder. Neben den drei neu hinzugekommenen Ländern wird weiterhin von Reisen nach Weißrussland (Belarus), Brasilien, Ecuador, Großbritannien, Indien, Indonesien, Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Peru, Philippinen, Portugal, Russland, Schweden, Senegal, Spanien, Südafrika, Türkei, Ukraine und USA gewarnt. Zu dem gilt weiterhin eine partielle Reisewarnung für die norditalienische Region Lombardei sowie die chinesische Provinz Hubei.

Reisen nach Spanien wieder möglich

Die Reisewarnung für Spanien soll am Sonntag aufgehoben werden. Künftig gilt in dem Urlaubsland am Mittelmeer, wie für fast alle anderen europäischen Länder, nur mehr die Sicherheitsstufe 4. Gleichzeitig werden das Landeverbot für ankommende Flugzeuge aus Spanien und die Auflagen bei der Rückkehr aus Spanien nach Österreich aufgehoben.

Trotzdem betonte das Außenministerium, dass es weiterhin "dringend von allen nicht notwendigen Reisen, insbesondere von allen Urlaubsreisen" abrate. Rechtlich hat der Hinweis aber aus Sicht des Außenamtes aber "überhaupt keine Konsequenzen". Der Reisehinweis sei ein "Appell an die Eigenverantwortung, mehr nicht", wie Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) diese Woche betonte.

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