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Europäische Lösung?

Österreich setzt weiter auf AstraZeneca

Auch Salzburg hält sich an Impfgremium-Empfehlungen

Minister vertraut Impfgremium "zu hundert Prozent"
Insgesamt sind bisher EU-weit 6,9 Millionen Menschen mit AstraZeneca geimpft worden, in Österreich waren es 220.000. (SYMBOLBILD)

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat sich hinter die Entscheidung des Impfgremiums gestellt, weiterhin das AstraZeneca-Vakzin einzusetzen. Auch im Land Salzburg wird man weiter mit dem Impfstoff spritzen.

In Salzburg will sich Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP) weiter an die Empfehlungen des nationalen Impfgremiums halten. "Aktuell setzen wir unsere Impfstrategie wie geplant fort", sagte ein Sprecher am Dienstag zur APA. Man halte auch am Zeitplan fest, die Lehrerinnen und Lehrer in den Osterferien mit AstraZeneca zu impfen – sofern bis dahin nicht anderslautende Empfehlungen ausgesprochen werden. Von gefährlichen Vorfällen beim Impfen mit AstraZeneca sei in Salzburg derzeit nichts bekannt.

Kurz und Anschober wollen EU-Lösung

Zuvor sagte Kanzler Kurz am Dienstag: "Wir vertrauen hier auf unsere Expertinnen und Experten, die hier eine klare Entscheidung getroffen haben, alle zugelassenen Impfstoffe auch weiterhin zu verwenden." Ähnlich wie zuvor Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) drängte er auf eine europäische Lösung. "Das ist ein Fleckerteppich innerhalb Europas, der nicht ideal ist", sagte Kurz. Daher hoffe er, "dass es schnell zu einer Klärung dieser Frage kommt", forderte der Kanzler eine "Klarstellung" bezüglich des Impfstoffes von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA.

Wirbel um AstraZeneca-Impfstoff

Nachdem mehrere Staaten in der EU und auch außerhalb das Verimpfen des Corona-Vakzines von AstraZeneca ausgesetzt hatten, sah zuvor auch Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Dienstag bei einer Pressekonferenz die Lösung weiterhin auf "gesamteuropäischer Ebene". Gemäß der Empfehlung des österreichischen Impfgremiums wird AstraZeneca vorerst weiter verimpft. Vor einem etwaigen Stopp wird die Bewertung der Europäischen Arzneimittelagentur EMA am Donnerstag abgewartet.

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Anschober sah seine Rolle nicht in jener als "Impfwissenschafter", sondern als Politiker, der Empfehlungen der jeweiligen Experten umsetzt. Im Fall von AstraZeneca sei dies das österreichische Impfgremium, dessen Fachwissen er "zu hundert Prozent" vertraue. Das Gremium hatte sich am Montag vorläufig für ein weiteres Verimpfen von AstraZeneca ausgesprochen.

Warten auf neue EMA-Bewertung

Entscheidend ist aber Anschober zufolge die Bewertung von AstraZeneca durch die EMA. Von der EMA stamme die Prüfung der Marktzulassung und bei ihr laufen auch alle Informationen über Nebenwirkungen zusammen. Insgesamt sind bisher EU-weit 6,9 Millionen Menschen mit AstraZeneca geimpft worden, in Österreich waren es 220.000. Diese Zahlen müsse man dem Minister zufolge "in Relation mit den Nebenwirkungen" sehen.

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Rund ein Jahr nach dem ersten Corona-Lockdown sah Anschober die Gesellschaft in Österreich "teilweise einfach erschöpft" Es gäbe aber auch eine "ganz kleine Minderheit", die zunehmend aggressiv auftritt. Dies habe dazu geführt, dass er selbst unter Personenschutz steht, sagte Anschober.

(Quelle: APA)

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